Der europäische Flugzeugbauer Airbus sieht sich am Freitag mit spürbarem Gegenwind an den Märkten konfrontiert. Während erneute globale Handelsspannungen die Stimmung trüben, offenbart ein Blick auf die jüngsten Produktionsdaten ein tieferliegendes Problem. Obwohl der Konzern seinen Rivalen Boeing im wichtigen Frachter-Segment überholt hat, hinken die Auslieferungen der Passagiermaschinen den eigenen Zielen hinterher.
Produktion steigt, Auslieferungen stocken
Verantwortlich für den Abgabedruck, der die Papiere in Richtung eines mehrmonatigen Tiefs drückte, waren primär Sorgen über aufkeimende globale Handelskonflikte. Gleichzeitig liefert die operative Performance wenig Entlastung. Zwar zog die allgemeine Flugzeugproduktion im März an, bei Airbus hakt es allerdings an der finalen Übergabe.
Von den geschätzt 54 ausgelieferten Maschinen entfielen 35 auf die A320neo-Familie. Dieser Wert liegt spürbar unter der anvisierten Rate von 50 Jets pro Monat für dieses Programm. Die Lücke zwischen Fertigungskapazität und tatsächlichen Kundenauslieferungen bleibt somit eine zentrale Baustelle, die Investoren genau beobachten.
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Historischer Wechsel im Frachter-Markt
Abseits dieser Engpässe verzeichnet das Unternehmen einen strategischen Erfolg. Mit einem Auftrag der Frachtfluggesellschaft Atlas Air über 20 A350F-Maschinen Mitte März hat Airbus die langjährige Dominanz von Boeing in diesem Sektor gebrochen.
Aktuell verbucht der europäische Hersteller 101 Bestellungen für sein neues Frachtmodell, während der US-Rivale mit der konkurrierenden 777-8F auf 68 Orders kommt. Damit sichert sich Airbus einen Marktanteil von 60 Prozent bei der nächsten Frachter-Generation und vollzieht eine bemerkenswerte Wende in einem historisch von Boeing dominierten Geschäftsbereich.
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Dividende und Quartalszahlen im Blick
Kurzfristig richtet sich die Aufmerksamkeit der Aktionäre auf die Hauptversammlung am 14. April in Amsterdam. Auf der Agenda steht neben der Berufung neuer Aufsichtsratsmitglieder wie Oliver Zipse auch die Abstimmung über eine Bruttodividende von 3,20 Euro je Anteilsschein. Die Auszahlung ist für den 23. April geplant.
Am 28. April präsentiert Airbus die Ergebnisse für das erste Quartal. Dieser Termin liefert den nächsten handfesten Impuls für die Aktie. Das Management muss dann mit konkreten Zahlen belegen, dass die Jahresziele von rund 870 Auslieferungen und einem bereinigten operativen Gewinn von 7,5 Milliarden Euro trotz der anhaltenden Engpässe bei Triebwerkslieferanten erreichbar bleiben.
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