Während Airbus mit dem europäischen Servicemodul aktuell vier Astronauten der Artemis-II-Mission sicher zum Mond navigiert, sieht die Realität am Aktienmarkt deutlich trüber aus. Der technologische Meilenstein im All trifft auf handfeste Lieferkettenprobleme im Kerngeschäft der zivilen Luftfahrt. Anleger blicken besorgt auf Triebwerksengpässe, die die ehrgeizigen Auslieferungsziele für das laufende Jahr gefährden.
Lebenserhaltung aus Bremen
Seit dem Start am 1. April 2026 verlässt sich die NASA-Crew auf Hardware aus Norddeutschland. Das von Airbus entwickelte European Service Module (ESM) versorgt das Orion-Raumschiff mit Antrieb, Strom sowie 90 Kilogramm Sauerstoff und 240 Kilogramm Trinkwasser. Ein innovatives Laser-Kommunikationssystem ermöglicht zudem hochauflösende Videoübertragungen zur Erde. Die Raumfahrtsparte hat sich mit der Produktion weiterer Module bis 2028 bereits ein solides Auftragspolster gesichert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Airbus?
Triebwerksmangel bremst den Kurs
Auf dem Handelsparkett sorgt dieser technologische Erfolg jedoch kaum für Auftrieb. Verantwortlich für die anhaltende Schwäche sind vor allem Lieferengpässe bei Pratt & Whitney-Triebwerken, die das Management zu einer verhaltenen Prognose zwangen. Dieser Gegenwind spiegelt sich deutlich in der aktuellen Bewertung wider: Mit einem Schlusskurs von 40,60 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 17 Prozent. Der extrem niedrige RSI-Wert von 10,9 unterstreicht den starken Verkaufsdruck der vergangenen Wochen.
Frachtgeschäft und wichtige Termine
Abseits der Probleme bei den Passagiermaschinen sammelt der Konzern im Frachtsegment wichtige Punkte. Eine jüngste Bestellung der Frachtfluggesellschaft Atlas Air über 20 A350F-Maschinen sichert Airbus einen Marktanteil von 60 Prozent bei der nächsten Frachter-Generation.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Airbus?
Für Investoren rücken nun folgende Eckdaten in den Fokus:
* 14. April 2026: Hauptversammlung in Amsterdam (Abstimmung über 3,20 Euro Dividende)
* 28. April 2026: Veröffentlichung der Quartalszahlen
* Jahresziel 2026: Auslieferung von rund 870 Flugzeugen
* Finanzziel 2026: Bereinigtes EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro
Die anstehenden Quartalszahlen Ende April werden den ersten echten Härtetest für die Jahresprognose liefern. Dann muss das Management belegen, ob die anvisierten 870 Auslieferungen trotz der angespannten Lieferketten realistisch bleiben.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 4. April liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


