Der europäische Flugzeugbauer glänzt rückblickend mit starken Gewinnzahlen für das abgelaufene Jahr. Aktuell bereitet jedoch ein wachsender Berg unfertiger Maschinen auf dem Vorfeld Kopfzerbrechen. Während die Fertigung auf Hochtouren läuft, hakt es bei den Auslieferungen gewaltig – ein Umstand, der nun auch die Analysten in zwei Lager spaltet.
Strukturelles Nadelöhr bei den Triebwerken
Die Skepsis einiger Marktbeobachter stützt sich auf harte Fakten aus dem laufenden Quartal. Bis Mitte März 2026 fertigte Airbus zwar 141 Flugzeuge, konnte aber lediglich 94 an Kunden übergeben. Diese Lücke deutet auf tiefgreifende strukturelle Engpässe hin. Interessanterweise rückt dabei ein spezifisches Bauteil in den Fokus: Während das Unternehmen in der Vergangenheit oft Pratt & Whitney als limitierenden Faktor nannte, stauen sich derzeit vor allem Maschinen mit LEAP-Triebwerken. Von 55 gebauten Flugzeugen dieses Typs verließen nur 22 die Werkshallen.
Diese Verzögerungen spiegeln sich in den jüngsten Expertenbewertungen wider. Während Barclays und RBC Capital an ihren Kaufempfehlungen festhalten und Kursziele von bis zu 220 Euro ausrufen, treten andere Institute auf die Bremse. Jefferies senkte das Ziel auf 195 Euro, und auch die Erste Group stufte das Papier auf „Halten“ ab. An der Börse macht sich diese Unsicherheit bemerkbar. Mit einem aktuellen Kurs von 40,40 Euro verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn ein Minus von gut 17 Prozent. Um das ambitionierte Jahresziel von 870 Auslieferungen noch zu erreichen, muss Airbus das Tempo in den kommenden Monaten deutlich anziehen.
Hauptversammlung bringt personellen Wind
Abseits der operativen Hürden rückt die anstehende Hauptversammlung am 14. April in Amsterdam in den Mittelpunkt. Neben der Abstimmung über eine Dividende von 3,20 Euro je Aktie – gestützt auf einen operativen Gewinn (EBIT) von 7,1 Milliarden Euro im Jahr 2025 – stehen prominente Neuzugänge für den Verwaltungsrat zur Wahl:
- Henriette Hallberg Thygesen (CEO von Terma A/S) für eine dreijährige Amtszeit
- Oliver Zipse (Vorstandsvorsitzender der BMW AG) für ein Jahr
- Verlängerung der Mandate von Mark Dunkerley, Stephan Gemkow und Antony Wood
Am 28. April legt Airbus die Zahlen für das erste Quartal vor. Bis dahin muss das Management konkrete Lösungswege aufzeigen, wie die Lücke zwischen Produktion und Auslieferung bei den LEAP-betriebenen Maschinen geschlossen werden soll, um die anvisierte Produktionsrate von 75 Flugzeugen pro Monat im Jahr 2027 nicht zu gefährden.
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