Airbus Aktie: Produktions-Schock!

Trotz geplanter Dividendensteigerung überschatten massive Triebwerksengpässe die Hauptversammlung. Die Auslieferungen im ersten Quartal brachen um 16 Prozent ein.

Airbus Aktie
Kurz & knapp:
  • Starke Dividendensteigerung auf 3,20 Euro vorgeschlagen
  • Auslieferungen im ersten Quartal um 16 Prozent gesunken
  • Triebwerksmangel bei Pratt & Whitney bremst A320neo
  • Analysten uneins vor Veröffentlichung der Quartalszahlen

Die Auftragsbücher von Airbus sind mit über 9.000 Maschinen prall gefüllt. In den Werkshallen herrscht derweil der schwächste Produktionsstart seit zwei Jahrzehnten. Während die Aktionäre heute in Amsterdam zusammenkommen, überschatten massive Lieferengpässe bei Triebwerken die geplante Dividendenerhöhung.

Zahltag in Amsterdam

Auf der heutigen Hauptversammlung steht zunächst die Gewinnausschüttung im Vordergrund. Das Management schlägt für das abgelaufene Jahr 2025 eine Dividende von 3,20 Euro je Aktie vor. Dies markiert eine deutliche Steigerung gegenüber der regulären Vorjahresdividende. Der Ex-Dividenden-Tag ist für den 21. April angesetzt, die Auszahlung folgt zwei Tage später.

Parallel dazu stimmen die Anteilseigner über personelle Veränderungen im Aufsichtsrat ab. Henriette Hallberg Thygesen, CEO des dänischen Rüstungskonzerns Terma, und Oliver Zipse sollen das Kontrollgremium künftig verstärken.

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Triebwerks-Mangel bremst Auslieferungen

Der Blick auf das operative Geschäft liefert den Grund für die aktuelle Anspannung. Im ersten Quartal übergab der Konzern lediglich 114 Flugzeuge an seine Kunden. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent im Jahresvergleich. Hauptverantwortlich für diese Lücke sind anhaltende Verzögerungen beim Zulieferer Pratt & Whitney. Fehlende Triebwerke ließen die Auslieferungen der wichtigen A320neo-Familie um fast ein Viertel einbrechen.

Um das Jahresziel von rund 870 Maschinen noch zu erreichen, muss Airbus das Tempo drastisch erhöhen. Ab sofort sind durchschnittlich 84 fertiggestellte Flugzeuge pro Monat nötig.

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Analysten uneins vor Zahlenwerk

Ein kleiner Lichtblick für Investoren bleibt die Befreiung von den neuen US-Zöllen in Höhe von 15 Prozent. Da Airbus Maschinen für den amerikanischen Markt größtenteils im eigenen Werk in Alabama montiert, reagierte die Aktie zuletzt robuster als der breite Industriesektor.

Analysten bewerten die Gesamtlage indes völlig unterschiedlich. Die Spanne reicht von Kaufempfehlungen durch RBC Capital bis hin zu drastischen Warnungen von Zacks Research. Die Bank of America senkte ihr Kursziel kürzlich auf 255 Euro. Sie verweist auf zusätzliche Kostenbelastungen durch teureres Aluminium und die allgemeine Inflation.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Marktteilnehmern nach der Hauptversammlung nicht. Bereits am morgigen Mittwoch, den 15. April, veröffentlicht Airbus erste Eckdaten zum abgelaufenen Quartal. Der vollständige Finanzbericht folgt am 28. April. Dann muss das Management konkrete Lösungswege präsentieren, wie es trotz der angespannten Lieferketten das operative Gewinnziel von 7,5 Milliarden Euro für das laufende Jahr erreichen will.

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