Die europäische Luftfahrtindustrie steht vor einem kritischen Engpass. Während Airbus seine Fertigung auf 75 Narrowbody-Jets pro Monat bis 2027 hochfahren will, fehlt dem Konzern ein entscheidendes Puzzleteil: eine verbindliche Liefervereinbarung mit Pratt & Whitney für Triebwerke.
Die Situation spitzt sich zu, denn am 19. Februar stehen die Quartalszahlen an – und damit die Frage, ob Airbus an seinem ambitionierten Produktionsziel festhalten kann. Aktuell liegt die Fertigung bei etwa 60 Maschinen monatlich. Pratt & Whitney liefert rund 40 Prozent der Antriebe für die A320neo-Familie, doch für 2026 und 2027 existiert noch immer kein unterzeichneter Vertrag.
Triebwerke kommen „sehr, sehr spät“
Der Konzern hatte bereits im Januar deutliche Worte gefunden: Die Triebwerke kämen „sehr, sehr spät“ – besonders jene von Pratt & Whitney. Der Motorenhersteller, der zum US-Technologiekonzern RTX gehört, befindet sich mit Airbus in einem Verteilungskonflikt: Es geht um die Frage, wie viele neue Triebwerke in die Produktion fließen und wie viele in Wartungswerkstätten für den Austausch defekter Aggregate benötigt werden.
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Rick Deurloo, Präsident der Sparte Commercial Engines bei Pratt & Whitney, zeigte sich am Mittwoch auf der Singapore Airshow zuversichtlich, dass eine Einigung erreicht werde. Doch die Zeit drängt. Ohne klare Lieferprognosen wird es für Airbus schwierig, seine Produktionspläne zu untermauern und gegenüber Investoren zu rechtfertigen.
Die Auslieferungszahlen deuten bereits auf Probleme hin: Im Januar übergab Airbus lediglich 19 Flugzeuge an Kunden – ein deutlicher Rückgang gegenüber 25 Maschinen im Vorjahresmonat. Branchenkreise berichten, dass der Konzern bislang noch nicht einmal ein Auslieferungsziel für 2026 festgelegt habe.
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Strategische Partnerschaft mit TotalEnergies
Unabhängig von den Produktionssorgen sichert sich Airbus für die kommenden Jahre saubere Energie. Mit TotalEnergies wurden zwei Stromlieferverträge über insgesamt 3,3 Terawattstunden für alle wichtigen Standorte in Deutschland und Großbritannien unterzeichnet. Ab 2027 soll der Strom aus neuen Anlagen mit 200 Megawatt Kapazität stammen und rund die Hälfte des Bedarfs der betroffenen Werke decken.
Die Vereinbarung passt zu Airbus‘ Dekarbonisierungsstrategie und folgt auf eine bereits 2025 geschlossene Partnerschaft mit TotalEnergies im Bereich nachhaltiger Flugkraftstoffe. Florent Massou dit Labaquère, Vorstand für Operations im Verkehrsflugzeuggeschäft, betonte das langfristige Engagement des Konzerns für COâ‚‚-Reduktion an den Produktionsstandorten.
Für Anleger bleibt die Lage angespannt. Ohne Einigung mit Pratt & Whitney droht nicht nur eine Kürzung der mittelfristigen Produktionsziele, sondern auch Verzögerungen bei Auslieferungen – mit direkten Folgen für Umsatz und Cashflow. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob Airbus seine Wachstumsambitionen aufrechterhalten kann.
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