Airbus setzt zur Jahresmitte ein Ausrufezeichen. Während der Konzern seine finanzielle Basis mit einem Rating-Upgrade stärkt, füllt ein Großauftrag aus Skandinavien die Auftragsbücher weiter. Der europäische Flugzeugbauer festigt damit seine Marktposition.
Rating-Upgrade und neue Kredite
S&P Global Ratings hebt die Bonität von Airbus auf A+ an. Die Analysten loben die robuste Finanzlage und den stabilen Ausblick. Ein Auftragsbestand von über 600 Milliarden Euro untermauert diese Einschätzung.
Parallel dazu sicherte sich der Konzern einen Kredit der Europäischen Investitionsbank über drei Milliarden Euro. Es ist das größte kommerzielle Darlehen in der Geschichte der Bank. Das Kapital fließt bis 2030 in Forschungsprojekte in Deutschland, Frankreich und Spanien.
Großauftrag für die Langstrecke
Im kommerziellen Geschäft meldet Airbus einen weiteren Erfolg. Die skandinavische Fluggesellschaft SAS bestellt bis zu 40 Langstreckenjets. Der Vertrag umfasst 18 fest verbuchte A330neo-Maschinen und hat ein Volumen von rund 10 Milliarden US-Dollar.
Derweil schärft Airbus sein Profil in der Verteidigungssparte. Das Unternehmen unterzeichnete eine Kooperation mit der ukrainischen Plattform Brave1. Gemeinsame Arbeitsgruppen sollen Innovationen in der Verteidigungstechnik beschleunigen und direkt vor Ort testen.
Aktie knackt Widerstand
Die Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten. Das Papier stieg um 1,26 Prozent auf 48,20 Euro. Damit notiert der Kurs nun wieder über dem 200-Tage-Durchschnitt von 47,13 Euro.
Innerhalb der letzten 30 Tage legte der Titel um fast zehn Prozent zu. Die Bank of America listet Airbus für das dritte Quartal als Favoriten auf. Analysten verweisen dabei auf die Fortschritte bei den Profitabilitätszeilen.
Im Fokus bleibt die Produktion im zweiten Halbjahr. Airbus muss die hohen Auslieferungsziele erreichen, um den massiven Auftragsbestand effizient abzuarbeiten. Angesichts der gestärkten Kreditwürdigkeit und neuer Partnerschaften behält der Sektor-Riese seine Dynamik bei.
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