Mit dem Ende des Arbeitskampfs in Spanien kehrt im Produktionsnetzwerk des europäischen Flugzeugbauers operative Ruhe ein. Nachdem die spanische Belegschaft dem ausgehandelten Tarifpaket mit breiter Mehrheit zugestimmt hat, blieben weitere Störungen an den dortigen Fertigungsstandorten aus.
Für den Luftfahrtkonzern ist der stabile Fertigungsbetrieb eine zentrale Voraussetzung, um die Auslieferungspläne zu stabilisieren und anstehende Programme zu bedienen.
Tarifkompromiss bringt Ruhe in spanische Werke
Am 5. Oktober sagte das Streikkomitee den Ausstand offiziell ab, nachdem sich 76,76 Prozent der teilnehmenden Beschäftigten für die Einigung ausgesprochen hatten. Das Paket umfasst eine Brutto-Einmalzahlung von 2.000 Euro sowie eine schrittweise Anpassung der Einkommen um 7,95 Prozent bis zum Jahr 2029. Zudem wurde vereinbart, die Regelung für mobiles Arbeiten bei einem Anteil von bis zu 40 Prozent beizubehalten.
Die Einigung verhindert Verzögerungen bei der Fertigung wichtiger Rumpf- und Strukturteile. Standorte in Spanien liefern wesentliche Komponenten für die Verkehrsflugzeugprogramme A320, A330 und A350. Erst kurz nach dem Tarifabschluss führte das Unternehmen seine Aktivitäten in Cádiz am modernisierten Standort El Puerto de Santa María zusammen, wo rund 750 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Hubschrauber-Auftrag und Marktlage
Parallel zu den Fortschritten in der Zivilsparte verbuchte die Verteidigungs- und Sicherheitssparte einen neuen Abschluss. Rumänien unterzeichnete am Mittwoch einen Vertrag über den Kauf von zwölf Mehrzweckhubschraubern des Typs H225M. Die Vereinbarung kam im Rahmen der europäischen SAFE-Initiative in Zusammenarbeit mit der französischen Beschaffungsbehörde DGA zustande.
An der Börse spiegelte sich die operative Gemengelage zuletzt in einer abwartenden Haltung wider. Zum Handelsschluss am Freitag lag die Aktie bei 188,12 Euro, was einem Börsenwert von rund 147,75 Milliarden Euro entspricht. Damit notiert der Titel unter seinem 52-Wochen-Hoch von 221,25 Euro.
Die Analystenstimmen fielen nach der jüngsten Nachrichtenlage geteilt aus. Am Freitag beließ die Analystin Chloe Lemarie von Jefferies ihre Einstufung auf „Hold“ mit einem Kursziel von 200 Euro.
Auch wenn das Auslieferungstempo zum Quartalsende leicht über den vorsichtigen Prognosen lag, verwiesen Marktbeobachter auf den anspruchsvollen Schlussspurt im Jahresverlauf und mögliche Belastungen im operativen Ergebnis der Verkehrsflugzeugsparte durch Verschiebungen im Auslieferungsmix.
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