Airbus Aktie: Zahltag vor den Krisenzahlen

Airbus erhöht die Dividende, kämpft aber mit massiven Lieferengpässen, die zu einem erwarteten Gewinneinbruch führen. Die Quartalszahlen Ende April stehen im Fokus.

Airbus Aktie
Kurz & knapp:
  • Dividende steigt auf 3,20 Euro je Aktie
  • Erwarteter Umsatz- und Gewinnrückgang im Q1
  • Rekordauftragsbestand bei Produktionsproblemen
  • Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats

Rekordverdächtige Auftragsbücher treffen auf massive Lieferengpässe. Bei Airbus klaffen Anspruch und Wirklichkeit derzeit weit auseinander. Morgen lockt zwar der Dividendenabschlag. Ende des Monats muss das Management aber einen harten Gewinneinbruch erklären.

Neue Führung und höhere Dividende

Aktionäre blicken zunächst auf den morgigen Dienstag. Dann wird die Airbus-Aktie ex-Dividende gehandelt. Die Hauptversammlung in Amsterdam hat eine Ausschüttung von 3,20 Euro je Anteilsschein beschlossen. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr. Damals zahlte der Konzern regulär 2,00 Euro plus einen Euro Sonderdividende.

Die Anteilseigner haben in Amsterdam einen weiteren wichtigen Schritt besiegelt. René Obermann gibt sein Amt als Chairman zum 1. Oktober 2026 ab. Amparo Moraleda rückt auf diesen Posten an der Spitze des Verwaltungsrats nach.

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Ein langes Kapitel endet

Ein wichtiges Rüstungsprojekt findet parallel seinen Abschluss. Die deutsche Luftwaffe hat ihren 53. und letzten Militärtransporter vom Typ A400M erhalten. Damit endet ein elfjähriger Beschaffungszyklus. Das Rüstungsgeschäft erweist sich aktuell als stabile Ertragssäule für den Konzern.

Airbus baut am Fliegerhorst Wunstorf bereits ein eigenes Wartungszentrum. Die Anlage soll 2027 den Betrieb aufnehmen. Sie sichert die langfristige technische Betreuung der deutschen Flotte. Insgesamt hat der Konzern bisher 139 Maschinen dieses Typs ausgeliefert.

Lieferkette bremst das Kerngeschäft

Die wahre Bewährungsprobe wartet Ende April. Dann präsentiert Airbus die Zahlen für das erste Quartal. Morgan Stanley rechnet mit einem Umsatzrückgang um acht Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis soll auf magere 311 Millionen Euro schrumpfen.

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Der Grund für die Schwäche liegt in der Produktion. Airbus übergab im ersten Quartal lediglich 114 Verkehrsflugzeuge an Kunden. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent im Jahresvergleich. Es ist der schwächste Jahresauftakt seit 2009.

Ein anhaltender Streit mit dem Triebwerkshersteller Pratt & Whitney verschärft die Lage. Airbus fordert Schadensersatz für verspätete Lieferungen. Die betroffenen Triebwerke treiben rund 40 Prozent der weltweiten A320-Flotte an. Dieser Engpass blockiert die Endmontage massiv.

Die Nachfrage reißt derweil nicht ab. Allein im März sammelte der Konzern 331 neue Bestellungen ein. Der gesamte Auftragsbestand wächst damit auf den Rekordwert von 9.037 Flugzeugen. Bei der Zahlenvorlage Ende April muss das Management nun einen konkreten Plan präsentieren. Die Investoren erwarten klare Aussagen zur Lösung der akuten Lieferkettenprobleme.

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