Starke Jahresbilanz, schwache Gegenwart. Die Aktie von Aixtron steht unter Druck, da der breite Technologieabverkauf den Spezialmaschinenbauer aktuell mit nach unten reißt.
Der Markt für Halbleiterwerte rutscht spürbar ab. Ein Auslöser ist das Branchenschwergewicht ASML, dessen Papiere am Mittwoch um mehr als sechs Prozent einbrachen. Das belastet die Stimmung im gesamten europäischen Chipsektor. Investoren nehmen nach den massiven Zuwächsen im ersten Halbjahr nun Gewinne mit.
Die US-Börsen verstärken diesen Abwärtssog. Der Dow Jones feiert ein Rekordhoch. Parallel dazu rutscht der technologielastige Nasdaq 100 deutlich ins Minus. Die Folge: Investoren schichten um. Kapital fließt aus Wachstumstiteln in defensivere Anlagen, was unweigerlich auch Aixtron trifft.
Starke Jahresbilanz trotz Rücksetzer
Langfristig bleibt die Performance des Unternehmens beeindruckend. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Plus von knapp 162 Prozent auf der Kurstafel. Kurzfristig dominiert allerdings die Korrektur. Im vergangenen Monat verlor das Papier rund elf Prozent an Wert. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 51,28 Euro.
Die hohe Nervosität im Sektor zeigt sich deutlich im Handelsverlauf. Aixtron schwankt aktuell wesentlich stärker als der Gesamtmarkt. Anleger bewerten die Risiken nach der monatelangen Rally neu.
Technisch betrachtet notiert die Aktie knapp unter ihrer 50-Tage-Linie, die aktuell bei 52,91 Euro verläuft. Der Relative-Stärke-Index signalisiert derweil eine neutrale Marktlage. Der Titel ist momentan weder überkauft noch massiv überverkauft.
Arbeitsmarktbericht gibt die Richtung vor
Ein wichtiger Impulsgeber für den heutigen Donnerstag ist der offizielle US-Arbeitsmarktbericht. Zuvor blieben andere US-Wirtschaftsdaten bereits leicht hinter den Erwartungen zurück. Marktteilnehmer erhoffen sich nun Klarheit über die weitere Zinspolitik der US-Notenbank. Setzt sich die Schwäche an der Nasdaq fort, bleibt der Druck auf europäische Chip-Ausrüster vorerst bestehen.
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