Der 30. April wird zeigen, wie weit Aixtrons Kursrallye von der operativen Realität entfernt ist. Seit Oktober 2025 hat die Aktie rund 143 Prozent zugelegt — die Q1-Zahlen könnten diese Bewertung auf eine harte Probe stellen.
Umsatzerwartung weit unter Konsens
Die Prognose für das erste Quartal 2026 fällt ernüchternd aus. Aixtron stellt lediglich rund 65 Millionen Euro Umsatz in Aussicht, während Analysten laut Reuters im Schnitt mit 111 Millionen Euro gerechnet hatten. Das ist kein kleines Verfehlen — die Lücke zwischen Unternehmensausblick und Markterwartung beträgt fast 40 Prozent.
Hintergrund ist die anhaltende Schwäche im SiC-Segment. Erhebliche Überkapazitäten belasten die Nachfrage nach Siliziumkarbid-Anlagen — ein Problem, das Aixtron bereits im Geschäftsjahr 2025 zu spüren bekam. Damals sank der Umsatz um zwölf Prozent auf 556,6 Millionen Euro, das operative Ergebnis fiel um ein Viertel auf 100,3 Millionen Euro. Für 2026 plant das Unternehmen mit einem weiteren Rückgang auf rund 520 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von 16 bis 19 Prozent.
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Etwas freundlicher sieht das Bild bei Optoelektronik und GaN aus. Ersteres soll am stärksten wachsen, GaN moderat zulegen — zu wenig jedoch, um den SiC-Gegenwind vollständig auszugleichen.
Hauptversammlung mit stabiler Dividende
Am 13. Mai 2026 findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen trotz rückläufiger Gewinne eine unveränderte Dividende von 0,15 Euro je Aktie vor. Außerdem soll die Hauptversammlung über die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals 2026 sowie neuer Wandelschuldverschreibungs-Instrumente entscheiden.
Technisch notiert die Aktie zwar unter der 20-Tage-Linie bei 32,38 Euro, liegt aber noch immer fast 72 Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie. Dieser Abstand bietet Spielraum für Gewinnmitnahmen. Ob der langfristige Aufwärtstrend Bestand hat, hängt maßgeblich davon ab, ob Auftragseingang und Marge am 30. April ein Bild liefern, das die vorangegangene Rallye fundamental rechtfertigt.
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