Die Aktie hat sich seit ihrem April-Tief mehr als verdreifacht und notiert auf Jahreshöchstständen — das operative Geschäft liefert dafür bislang noch keine Entsprechung. Genau diese Spannung macht den nächsten Quartalsbericht zum entscheidenden Moment.
Das Übergangsjahr 2025 hinterließ klare Spuren: Der Umsatz sank um zwölf Prozent auf 556,6 Millionen Euro, das operative Ergebnis schrumpfte um ein Viertel auf 100,3 Millionen Euro. Für 2026 plant das Management mit einem weiteren Rückgang auf 490 bis 550 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind Überkapazitäten bei Siliziumkarbid-Chips, ausgelöst durch die anhaltende Nachfrageschwäche im Automobilsektor.
Starke Bilanz, gedämpfter Ausblick
Was das Unternehmen durch diese Phase trägt, ist eine solide Finanzlage. Der freie Cashflow lag 2025 bei 181,9 Millionen Euro, liquide Mittel von rund 225 Millionen Euro geben dem Management Spielraum. Die Dividende bleibt stabil bei 15 Cent je Aktie.
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Auf der Kostenseite greift das Management aktiv ein: Die Mitarbeiterzahl sank 2025 bereits um sieben Prozent auf 1.117, Anfang 2026 folgte ein weiterer Stellenabbau in Herzogenrath. Die angestrebte EBIT-Marge von 16 bis 19 Prozent für 2026 liegt unter dem Vorjahresniveau — das Unternehmen selbst bezeichnete den Ausblick als „vorsichtig“.
Das eigentliche Wachstum kommt erst 2027
Die Wachstumsfantasie, die den Kursanstieg von rund 170 Prozent im Jahresvergleich befeuert, liegt nicht im laufenden Jahr. Analysten von Jefferies bezeichneten Aixtron als „bisher unterschätzten KI-Wert“ mit bevorstehender „signifikanter Beschleunigung“. DZ-Bank-Analyst Armin Kremser erwartet im Zuge von Nvidias breitem Hochlauf der 800-Volt-Architektur in KI-Rechenzentren bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 steigende Bestellungen. J.P. Morgan bekräftigte Anfang März sein Buy-Rating, HSBC stufte die Aktie von Hold auf Buy herauf.
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Der Kern der These: KI-Rechenzentren benötigen lichtschnelle optische Verbindungen — also Laser, die auf Aixtrons MOCVD-Anlagen produziert werden. Das Management erwartet für diesen Bereich eine Umsatzverdopplung im laufenden Jahr. Ab 2027 soll zudem die Umstellung auf 800-Volt-Architekturen in Servern und Fahrzeugen die Nachfrage nach GaN- und SiC-Anlagen deutlich ankurbeln.
Aixtron hält in den meisten Segmenten seines Produktportfolios einen Marktanteil von 70 bis 90 Prozent — eine strukturelle Stärke, die das Unternehmen für genau diesen Technologiezyklus positioniert. Das Q1-Ergebnis 2026 wird erstmals zeigen, ob das Lasergeschäft schnell genug wächst, um die SiC-Schwäche zu kompensieren — und ob der Kurs, der dem 200-Tage-Durchschnitt inzwischen um rund 86 Prozent vorausgeeilt ist, auf festem Fundament steht.
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