Aker BP Aktie: Verlust schockt

Das norwegische Ölunternehmen Aker BP meldet einen Quartalsverlust von 145 Millionen Dollar aufgrund drastischer Wertberichtigungen und steigender Projektkosten.

Aker BP Aktie
Kurz & knapp:
  • Massiver Verlust durch Abschreibungen von 944 Millionen Dollar
  • Kostenschub beim Valhall-Projekt um 19 Prozent
  • Dividende trotz roter Zahlen stabil und wird erhöht
  • Produktionsstart von Solveig Phase 2 termingerecht

Die Aker BP Aktie gehörte am Mittwoch zu den stärksten Werten am norwegischen Markt und legte 4,44 Prozent zu. Der Kurs kletterte auf 275,00 Norwegische Kronen. Auf den ersten Blick eine erfreuliche Entwicklung – doch die am gleichen Tag vorgelegten Quartalszahlen offenbaren massive Probleme.

Milliardenverlust durch Abschreibungen

Aker BP musste für das vierte Quartal 2025 einen Nettoverlust von 145 Millionen Dollar ausweisen. Im Vorjahresquartal hatte das norwegische Ölunternehmen noch einen Gewinn von 562 Millionen Dollar erzielt. Verantwortlich für den Absturz sind Abschreibungen in Höhe von 944 Millionen Dollar. Das gesamte Jahr 2025 schloss Aker BP mit einem Gewinn von nur 132 Millionen Dollar ab – ein Einbruch um 93 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem noch 1,83 Milliarden Dollar in den Büchern standen.

Der Grund für die drastischen Wertberichtigungen: Aker BP hat seine langfristigen Preisannahmen deutlich gesenkt. Für Öl rechnet das Management nun mit 73,50 Dollar pro Barrel statt bisher 75 Dollar. Bei Gas fiel die Anpassung noch drastischer aus – von 0,76 auf 0,65 Pfund pro Therm. Besonders hart traf es das Riesenprojekt Johan Sverdrup, wo erhebliche Abschreibungen vorgenommen wurden.

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Kostenexplosion bei Valhall

Zusätzlichen Druck brachte die massive Kostenerhöhung beim Valhall PWP-Fenris Projekt. Die Investitionsschätzung kletterte von 5,9 auf 7,0 Milliarden Dollar – ein Plus von 19 Prozent. Das Unternehmen begründet den Anstieg mit zusätzlichen Maßnahmen zur Sicherstellung der termingerechten Fertigstellung sowie einem erweiterten Bohrprogramm. Immerhin: Die zusätzlichen fünf Bohrlöcher sollen die förderbare Menge um 30 bis 35 Millionen Barrel erhöhen. Der Produktionsstart ist weiterhin für 2027 geplant.

Der operative Cashflow sank im vierten Quartal auf 1,59 Milliarden Dollar nach 2,02 Milliarden im Vorquartal. Belastet wurde die Kennzahl durch höhere Steuerzahlungen. Die Nettoverschuldung stieg auf 7,09 Milliarden Dollar von zuvor 6,07 Milliarden.

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Dividende trotz Verlust

Trotz des Quartalsverlusts hält Aker BP an seiner Ausschüttungspolitik fest. Die Quartalsdividende bleibt bei 0,63 Dollar je Aktie. Für 2026 kündigte der Vorstand sogar eine Erhöhung um fünf Prozent auf 0,6615 Dollar pro Quartal an – das entspricht einer Jahresausschüttung von 2,646 Dollar.

Für das laufende Jahr 2026 rechnet Aker BP mit einer Produktion von 370.000 bis 400.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Die Investitionen sollen zwischen 6,2 und 6,7 Milliarden Dollar liegen. Die Produktionskosten werden bei etwa acht Dollar pro Barrel erwartet, leicht über den 7,90 Dollar des vierten Quartals.

Positiv: Das Solveig Phase 2 Projekt startete am 30. Januar 2026 termingerecht und im Budgetrahmen. Auch die Skarv Satellites Entwicklung wurde beschleunigt und soll nun bereits im vierten Quartal 2026 statt wie ursprünglich geplant später ans Netz gehen.

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