Die Aktie des niederländischen Farb- und Beschichtungsherstellers ist am Dienstag unter Druck geraten und verlor deutliche 5,5 Prozent. Auslöser war die Veröffentlichung der Quartalszahlen, die bei Investoren für Ernüchterung sorgten.
Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) im vierten Quartal blieb mit 309 Millionen Euro hinter den Markterwartungen zurück – ein Rückgang von 4 Prozent gegenüber den 321 Millionen Euro des Vorjahres. Auch wenn die Ebitda-Marge auf 13,0 Prozent von zuvor 12,3 Prozent zulegte, konnten die Effizienzmaßnahmen des Managements die Schwäche im operativen Geschäft nicht kompensieren.
Der Umsatz schrumpfte im Schlussquartal um 9 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro. Organisch betrachtet sanken die Erlöse um 1 Prozent, getrieben von niedrigeren Absatzmengen. Für das Gesamtjahr 2025 rutschten die Umsätze um 5 Prozent auf 10,16 Milliarden Euro ab, während das bereinigte Ebitda um 2 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro nachgab.
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Vorsichtiger Blick nach vorne
Was sagen die Analysten zur Prognose für 2026? JPMorgan bezeichnete den Ausblick als konservativ. Das Unternehmen selbst peilt für das laufende Jahr ein bereinigtes Ebitda von mindestens 1,47 Milliarden Euro an – das entspricht einer Verbesserung von 100 Millionen Euro zu konstanten Wechselkursen.
CEO Greg Poux-Guillaume dämpfte allerdings die Erwartungen: Eine nennenswerte Erholung der Endmärkte sei 2026 nicht zu erwarten. Das erste Halbjahr dürfte schwach ausfallen, erst in der zweiten Jahreshälfte würden einfachere Vergleichswerte helfen.
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Kostensenkung gegen Wachstumsschwäche
Bernstein-Analysten verwiesen darauf, dass das schleppende Wachstum derzeit die Anstrengungen des Managements zur Kostensenkung überlagert. Die strategischen Maßnahmen zeigen zwar Wirkung – doch sie reichen nicht aus, um die Marktschwäche auszugleichen.
Mittelfristig strebt Akzo Nobel eine bereinigte Ebitda-Marge von über 16 Prozent sowie eine Kapitalrendite zwischen 16 und 19 Prozent an. Ob diese Ziele erreichbar sind, wird maßgeblich vom Erfolg der geplanten Fusion mit Axalta abhängen, deren Abschluss für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet wird – vorbehaltlich der Zustimmung von Aktionären und Aufsichtsbehörden.
Das operative Ergebnis stieg im Gesamtjahr 2025 zwar auf 1,16 Milliarden Euro. Die vorgeschlagene Schlussdividende von 1,54 Euro je Aktie bleibt unverändert zum Vorjahr. Für Anleger bleibt die Frage: Reicht das aus, um das Vertrauen zurückzugewinnen?
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