Die Aktie des schwedischen Industriekonzerns Alfa Laval geriet am Dienstag unter Druck. Der Grund: Die am 3. Februar 2026 vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal 2025 zeigten Schwächen im wichtigen Marine-Geschäft – und das bei gleichzeitig schrumpfenden Margen.
Im Marine-Bereich verbuchte Alfa Laval im Schlussquartal Aufträge in Höhe von 5,24 Milliarden Kronen. Das lag knapp unter den erwarteten 5,29 Milliarden Kronen. Noch deutlicher fiel die Verfehlung bei der operativen Marge aus: Mit 22,1 Prozent lag die EBITA-Marge im Marine-Segment nicht nur 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorquartal, sondern auch klar unter den anvisierten 23 Prozent.
Überraschung nach starker Tanker-Nachfrage?
Analysten zeigten sich von dieser Entwicklung überrascht. Schließlich hatte die jüngste Stärke bei Tanker-Bestellungen die Erwartungen an das Marine-Geschäft hochgeschraubt. Die Optimisten hatten offenbar zu früh auf eine durchschlagende Erholung gesetzt – ein Faktor, der die Aktie zuletzt gestützt hatte.
Der Gesamtauftragseingang fiel im vierten Quartal auf 17,08 Milliarden Kronen, verglichen mit 18,48 Milliarden Kronen im Vorjahr. Organisch bedeutete das ein Minus von 2 Prozent. Immerhin: Die Konsenserwartung von 16,90 Milliarden Kronen wurde knapp übertroffen.
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Energy-Sparte als Lichtblick
Dass die Gesamtzahlen nicht noch schlechter ausfielen, lag vor allem am Energy-Segment. Hier sprang der Auftragseingang um 8 Prozent über die Prognosen auf 6,08 Milliarden Kronen. Verantwortlich dafür waren die Akquisition von Fives Cryogenic sowie eine robuste Nachfrage aus den Bereichen Rechenzentren und Windenergie. Im Quartalsvergleich legte die Sparte um 12 Prozent zu.
Weniger erfreulich entwickelte sich hingegen das Segment Food & Water: Mit 5,76 Milliarden Kronen verfehlten die Orders die Erwartungen um 4 Prozent. Schuld war vor allem eine schwächelnde Projektpipeline.
Umsatz steigt, Marge enttäuscht
Der Konzernumsatz kletterte organisch um 10,9 Prozent auf 19,15 Milliarden Kronen und übertraf damit die Analystenschätzungen um 2 Prozent. Die bereinigte EBITA-Marge erreichte 16,9 Prozent – zwar ein Plus von 0,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, aber ein ganzer Prozentpunkt unter den Erwartungen.
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Belastet wurde das Ergebnis durch Sonderkosten in Höhe von 150 Millionen Kronen. Diese resultierten aus der Fives-Übernahme, Ausführungsproblemen im Food & Water-Geschäft sowie der Einführung eines neuen Betriebsmodells. Ohne diese Belastungen hätte die bereinigte EBITA die Konsensschätzung um 1 Prozent übertroffen.
Ausblick bleibt verhalten
Für das erste Quartal 2026 stellte CEO Tom Erixon eine Nachfrage auf dem Niveau des vierten Quartals in Aussicht. Der Auftragsbestand für 2026 liegt 4 Prozent über dem Vorjahr. Die vorgeschlagene Dividende von 9,00 Kronen je Aktie übersteigt den Vorjahreswert von 8,50 Kronen.
Morgan Stanley beließ das Rating bei „Underweight“ mit einem Kursziel von 425 Kronen. Die Analysten verwiesen auf eine Bewertung von 17,7 beim Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITA für 2026 – ein Aufschlag von 4 Prozent gegenüber dem Sektor bei unterdurchschnittlichem Gewinnwachstum.
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