Alibaba baut seine Position im chinesischen KI-Cloud-Markt weiter aus. Nach Daten von Omdia kommt Alibaba Cloud 2025 auf 38,1 Prozent Marktanteil. Das liegt über den 35,8 Prozent aus dem ersten Halbjahr. Der Konzern zahlt dafür einen Preis: Die Gewinne leiden vorerst unter dem massiven Ausbau.
Milliarden für Cloud und KI
Alibaba investiert über drei Jahre 380 Milliarden Yuan in Cloud- und KI-Infrastruktur. Das Management beschreibt die Phase als Übergang von der Aufbau- zur Vermarktungsphase. Genau dort zeigt sich der Spagat des Konzerns. Wachstum ja, kurzfristige Marge nein.
Im vierten Geschäftsquartal stieg der Cloud-Umsatz um 38 Prozent auf 6,04 Milliarden Dollar. KI-Produkte machen inzwischen 30 Prozent der externen Cloud-Erlöse aus. Diese Sparte wächst seit elf Quartalen dreistellig. Ein wichtiger Treiber ist die Qwen-Plattform mit 300 Millionen monatlich aktiven Nutzern.
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Hohe Investitionen drücken die Erträge
Die Kehrseite ist deutlich. Das bereinigte EBITA brach im Quartal um 84 Prozent auf 740 Millionen Dollar ein. Der freie Cashflow lag mit 2,51 Milliarden Dollar im Minus. Parallel dazu erreichten die Investitionen 3,9 Milliarden Dollar. Ein großer Teil davon floss in 100.000 Zhenwu-KI-Chips.
Der Kurs reagiert bislang vergleichsweise stabil. Die Aktie notiert bei 116,80 Euro und liegt damit 2,10 Prozent im Plus. Gegenüber dem 200-Tage-Durchschnitt fehlt aber noch rund 10 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten steht trotzdem ein Plus von 6,76 Prozent.
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Markt setzt auf die Langfriststory
Trotz der Belastung bleibt das Interesse institutioneller Anleger hoch. Der Konsens der Analysten umfasst 31 Kauf- und 8 starke-Kauf-Einstufungen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 188,98 Dollar. Dahinter steht die Erwartung, dass Alibaba in fünf Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz mit Cloud- und KI-Diensten erzielen kann.
Der Wettbewerb bleibt hart. Für 2026 erwarten Marktbeobachter ein Plus der Ausgaben für generative KI um 48,8 Prozent. Alibaba setzt deshalb stärker auf KI-Agenten, also Software, die als neue digitale Schnittstelle dienen soll. Das ist vor allem ein Angriff auf die nächste Plattform-Generation, nicht nur auf klassische Cloud-Dienste.
Am 19. Mai 2026 liegt die Aktie damit zwischen zwei Kräften: starker operativer Dynamik im Cloud-Geschäft und weiter hohem Kapitaleinsatz. Solange Alibaba beim Marktanteil weiter zulegt und die KI-Produkte ihren Wachstumspfad halten, bleibt der Umbau des Konzerns an dieser Front glaubwürdig.
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