Wochenlang dominierte ein rätselhaftes KI-Videomodell die globalen Benchmark-Charts — ohne dass jemand wusste, wer dahintersteckt. Jetzt ist klar: Es war Alibaba. Mit HappyHorse-1.0 hat der chinesische Konzern still und leise einen der härtesten Wettbewerbe im KI-Videobereich für sich entschieden.
Das Modell hinter dem Pseudonym
HappyHorse-1.0 tauchte Anfang April anonym auf der Benchmarking-Plattform Artificial Analysis auf — ohne Herstellerangabe, ohne Ankündigung. Trotzdem kletterte das Modell in Blindtests schnell an die Spitze. Am 10. April enthüllte ein neu erstellter X-Account, dass HappyHorse zur ATH AI Innovation Unit von Alibaba gehört.
Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Im Text-zu-Video-Bereich ohne Audio erreichte das Modell 1.389 Elo-Punkte und ließ den Zweitplatzierten Dreamina Seedance 2.0 um knapp 115 Punkte hinter sich. Auch in der Kategorie mit Audio belegt HappyHorse Rang eins. Das Modell unterstützt alle vier gängigen Videogenerierungsmodi — API-Zugang ist noch für April geplant.
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Günstige Lage im Wettbewerb
Der Zeitpunkt der Enthüllung kommt Alibaba zugute. OpenAI hat seine Sora-Videoplattform kürzlich eingestellt, um sich auf Coding-Tools und Unternehmenskunden zu konzentrieren. ByteDance musste den Rollout von Seedance 2.0 nach Urheberrechtsstreitigkeiten mit Hollywood-Studios vorerst stoppen. Alibaba füllt damit eine Lücke, die zwei prominente Konkurrenten hinterlassen haben.
CEO Eddie Wu hat KI zur zentralen Priorität des Konzerns erklärt. Alibaba hat seine Modelle bereits in E-Commerce-, Werbe- und Entertainmentprodukte integriert — HappyHorse dürfte denselben Weg nehmen.
Kursanstieg mit zwei Treibern
Neben der Modell-Enthüllung profitierte die Aktie von einer Entspannung im geopolitischen Umfeld. Ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran sorgte für deutlich bessere Stimmung an den asiatischen Märkten. Der Hang Seng Index stieg nach drei Feiertagen um 3,1 Prozent — Alibaba zog mit.
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Auf der Unternehmensseite laufen weitere KI-Projekte parallel: Ein 10.000-Karten-Rechencluster gemeinsam mit China Telecom ist bereits im Einsatz, die Cloud-KI-Produkte verzeichnen dreistelliges Umsatzwachstum. Für das laufende Quartal wird ein Cloud-Umsatzwachstum von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Bis zum Geschäftsjahr 2031 peilt Alibaba cloud- und KI-bezogene Erlöse von über 100 Milliarden US-Dollar an — unterstützt durch zugesagte Investitionen von umgerechnet rund 52,4 Milliarden Dollar bis 2028.
Schatten der jüngsten Quartalszahlen
Trotz der positiven Nachrichten bleibt ein Wermutstropfen. Ende März meldete Alibaba Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026: Der Umsatz lag bei knapp 285 Milliarden Yuan, ein Plus von nur zwei Prozent. Der Non-GAAP-Nettogewinn brach um 67 Prozent auf 16,7 Milliarden Yuan ein. Mehrere Banken — darunter Huatai Securities, CICC und Daiwa — halten dennoch an ihrer Kaufempfehlung für die Hongkonger Aktie fest.
Wie gut sich die massiven KI-Investitionen in handfeste Gewinne übersetzen lassen, wird der nächste Quartalsbericht zeigen — und damit auch, ob HappyHorse mehr ist als ein cleverer Auftritt auf den Benchmark-Charts.
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