Alibaba baut sein KI-Fundament konsequent aus – und zwar auf allen Ebenen gleichzeitig. Neue Chips, neue Trainingsalgorithmen, neue Modelle: Der Konzern arbeitet daran, seine KI-Infrastruktur vollständig aus eigener Hand zu kontrollieren.
Neue Hardware und Algorithmen
Den Anfang macht der XuanTie C950, ein eigener KI-Prozessor auf Basis der RISC-V-Architektur. Mit diesem Chip reduziert Alibaba seine Abhängigkeit von externen Anbietern und stärkt die Kontrolle über die gesamte KI-Lieferkette.
Parallel dazu hat das Qwen-Team den Trainingsalgorithmus FIPO vorgestellt. Er weicht von gängigen Methoden ab, indem er einzelnen Token unterschiedliche Gewichte zuweist – abhängig davon, wie stark sie nachfolgende Denkschritte beeinflussen. Das Ergebnis: längere Schlussfolgerungsketten und die Fähigkeit der Modelle, Zwischenergebnisse eigenständig zu überprüfen. Der Algorithmus soll als Open Source veröffentlicht werden.
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Ergänzend dazu präsentierte das Team HopChain, ein Framework für Bild-Sprachmodelle. Es generiert automatisch mehrstufige Bildaufgaben und zwingt Modelle so, visuelle Inhalte genauer zu analysieren – mit dem Ziel, Fehler in der visuellen Verarbeitung systematisch aufzudecken.
Modelle mit Enterprise-Fokus
Die neuen Infrastrukturbausteine flankieren eine wachsende Modell-Familie. Qwen 3.6-Plus richtet sich an Unternehmensanwendungen wie automatisierte Inspektionsprozesse und unterstützt die Integration externer Coding-Tools. Qwen 3.5-Omni verarbeitet Text, Sprache, Bild und Video in einem einzigen Modell – die Plus-Variante soll in Benchmarks mit führenden Industriemodellen mithalten und Spracherkennung in 113 Sprachen sowie Sprachausgabe in 36 Sprachen unterstützen.
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Die strategische Richtung ist klar: Alibaba will KI-Entwicklung in zahlungspflichtige Unternehmensprodukte überführen. Die agentenbasierte Plattform Wukong und das erweiterte Automatisierungstool Accio Work sind Teil dieser Strategie. Über 80 Prozent der offenen Stellen im Konzern sollen aktuell KI-bezogene Rollen sein.
Investitionen belasten kurzfristig die Marge
Diese Ambitionen haben ihren Preis. Im dritten Fiskalquartal verfehlte Alibaba die Umsatzerwartungen der Analysten, der Nettogewinn sank spürbar. Besonders deutlich zeigt sich der Druck im China-E-Commerce-Segment: Das bereinigte EBITA brach dort um 43 Prozent ein. Verantwortlich dafür sind unter anderem die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur und das Quick-Commerce-Geschäft.
Dass die Aktie trotzdem Rückhalt bei Investoren findet, hängt mit dem Gesamtbild zusammen: Alibaba kontrolliert mit eigenen Chips, AliCloud und der Qwen-Modellfamilie weite Teile seines KI-Ökosystems selbst. Ob sich das in nachhaltig steigenden Erlösen niederschlägt, wird sich an der tatsächlichen Kundenadoption der neuen Enterprise-Produkte ablesen lassen – die nächsten Quartalsergebnisse dürften erste Antworten liefern.
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