Drei Tage vor der Quartalspräsentation hat Alibaba seine KI-Aktivitäten unter einem neuen Dach gebündelt. Die Botschaft ist klar: Künstliche Intelligenz soll endlich Geld verdienen — und das unter direkter Aufsicht von CEO Eddie Wu.
Die neue KI-Einheit
Die neu gegründete Alibaba Token Hub (ATH) Gruppe vereint mehrere bestehende Einheiten: Tongyi Lab, das MaaS-Geschäft, die Qwen- und Wukong-Einheiten sowie die AI Innovation Business Unit. Auch der Unternehmens-Messenger DingTalk und Geräte der Quark-Marke, darunter Smart Glasses, fallen künftig unter das neue Dach.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Am 19. März legt Alibaba seine Zahlen für das Quartal bis Ende Dezember 2025 vor. Die Reorganisation setzt ein sichtbares Signal kurz vor dem Investorentreffen — zumal ein Führungswechsel im Qwen-Team Anfang März Fragen zur Umsetzungsstärke aufgeworfen hatte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alibaba?
Starkes Wachstum, schwache Margen
Die Wachstumszahlen im KI-Segment sind beeindruckend: Der Cloud-Umsatz stieg im Jahresvergleich um 34 Prozent, KI-bezogene Produkterlöse wuchsen neun Quartale in Folge dreistellig. Die Qwen-Modelle wurden über 600 Millionen Mal heruntergeladen und gelten als meistgenutzte Open-Source-KI-Modelle weltweit. Bis 2028 plant Alibaba Investitionen von über 55 Milliarden US-Dollar.
Das bereinigte EBITA brach im September-Quartal 2025 jedoch um 78 Prozent auf rund 9 Milliarden Renminbi ein. Der Free Cashflow war mit einem Abfluss von knapp 22 Milliarden Renminbi deutlich negativ. Preiskämpfe im Schnellliefergeschäft gegen Meituan und JD.com belasten die operativen Margen weiter.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alibaba?
Offene Fragen zur Lizenzstrategie
Mit der Gründung der Token Hub rückt auch die Frage ins Blickfeld, ob Alibaba das offene Lizenzmodell seiner Qwen-Modelle langfristig beibehält. Branchenbeobachter warnen, dass der Druck zur Monetarisierung dazu führen könnte, künftige Modellgenerationen hinter kostenpflichtige APIs zu verlagern — auf Kosten der bisher freien Apache-2.0-Lizenz.
Die Aktie notiert aktuell rund 25 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat in den vergangenen 30 Tagen deutlich nachgegeben. Ob die Quartalszahlen am 19. März eine Neubewertung anstoßen, hängt vor allem davon ab, wie überzeugend Alibaba die Brücke zwischen KI-Wachstum und konkreten Ergebnisbeiträgen schlägt.
Alibaba-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alibaba-Analyse vom 16. März liefert die Antwort:
Die neusten Alibaba-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alibaba-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alibaba: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


