Alibaba Aktie: Regierung stoppt Preiskrieg

Chinas Kartellbehörde leitet Untersuchung im Sofortliefermarkt ein, um den zerstörerischen Preiskampf zu beenden. Die Aktien von Alibaba und anderen Tech-Firmen reagierten positiv auf die Aussicht auf stabilere Margen.

Alibaba Aktie
Kurz & knapp:
  • Kartellbehörde untersucht Wettbewerbspraktiken bei Sofortlieferungen
  • Neue Leitlinien sollen ab Februar Preiskrieg beenden
  • Marktführer Meituan meldet bereits Quartalsverlust
  • Anleger hoffen auf geordneteres Wettbewerbsumfeld

Die Alibaba-Aktie legte am Montag im Handel in Hongkong kräftig zu und gewann 5,3 Prozent auf 154,30 HKD. Der Grund: Chinas oberste Kartellbehörde hat eine Untersuchung zu den Wettbewerbspraktiken im hart umkämpften Lieferdienstmarkt eingeleitet. Die neuen Leitlinien sollen bereits ab Februar greifen und dem destruktiven Preiskampf ein Ende setzen.

Der Markt für Sofort-Lieferungen in China gilt als einer der umkämpftesten weltweit. Waren von Lebensmitteln bis zu rezeptfreien Medikamenten werden meist innerhalb einer Stunde zugestellt. Alibaba, Meituan und JD.com haben dafür Milliarden investiert – und sich dabei in einen zerstörerischen Wettbewerb verstrickt.

Die Folgen werden sichtbar

Die Auswirkungen des gnadenlosen Konkurrenzkampfes zeigen sich bereits in den Geschäftszahlen. Marktführer Meituan meldete im dritten Quartal 2024 den ersten Quartalsverlust seit Ende 2022 und warnte vor weiteren Belastungen für die Margen. Die aggressive Preisstrategie hat nicht nur die Profitabilität der Unternehmen untergraben, sondern auch deflationäre Tendenzen in der gesamten chinesischen Wirtschaft verstärkt.

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Die Verbraucherpreise stagnierten 2025 und blieben damit deutlich unter dem von der Regierung angestrebten Inflationsziel von rund zwei Prozent. Die Behörden sprechen von „Neijuan“ – einem Begriff, der einen überhitzten Wettbewerb beschreibt, der letztlich zu sinkenden Erträgen für alle Marktteilnehmer führt.

Peking schafft Ordnung

Die chinesische Regierung will nun ein Umfeld schaffen, das als fair, geordnet und qualitativ hochwertig gilt und zugleich angemessene Preise gewährleistet. Exzessive Subventionen und aggressive Preisstrategien hätten die Realwirtschaft belastet, so die Kartellbehörde.

Sowohl Alibaba als auch Meituan begrüßten die Untersuchung und sagten eine vollständige Zusammenarbeit mit den Behörden zu. Für Anleger dürfte die Aussicht auf stabilere Margen und ein geordneteres Wettbewerbsumfeld ein willkommenes Signal sein. Der Hang Seng Index legte am Montag um 1,44 Prozent zu – auch dank des bullishen Momentums bei chinesischen Tech-Titeln.

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