Alibaba ändert seine Strategie für künstliche Intelligenz. Der Tech-Konzern öffnet seine KI-App Qwen erstmals für externe Unternehmen. Den Anfang macht China Eastern Airlines. Nutzer buchen ihre Flüge ab sofort komplett über einen Chat.
Die Software übernimmt den gesamten Prozess. Kunden tippen ihre Reisewünsche in natürlicher Sprache ein. Qwen sucht Tickets, reserviert Sitzplätze und erledigt den Check-in. Die App berechnet sogar die Fahrzeit zum Flughafen und bestellt bei Bedarf ein Auto. Als Anreiz winken exklusive Rabatte für Qwen-Nutzer.
Vom Chatbot zur Buchungsplattform
Dieser Schritt markiert einen Wendepunkt. Bisher funktionierte Qwen als geschlossenes System innerhalb des Alibaba-Kosmos. Nun wird die Software zur offenen Plattform für Dienstleistungen. Jia Wu leitet das Qwen-Team. Er betont die strategische Bedeutung: Die Integration der Fluggesellschaft mache die autonomen KI-Fähigkeiten erstmals für Partner nutzbar.
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Die Konkurrenz dürfte genau hinsehen. Etablierte Reiseportale wie Trip.com oder Meituan dominieren bisher den Markt. Wenn Qwen zur zentralen Anlaufstelle für Buchungen aufsteigt, verlieren diese Plattformen an Relevanz. Alibaba nimmt dafür kurzfristige Einbußen im eigenen Werbegeschäft in Kauf. Das Ziel: Die KI soll der Standard-Zugang für digitale Alltagsdienste werden.
Milliarden für die KI-Offensive
Der Umbau kostet viel Geld. Alibaba investiert in den kommenden drei Jahren umgerechnet knapp 56 Milliarden US-Dollar in KI und Cloud-Technologien. Analysten erwarten für das laufende Quartal einen Umsatz von gut 35 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.
An der Börse spiegelt sich der technologische Vorstoß aktuell nicht wider. Die Alibaba-Aktie gab am Donnerstag um 2,4 Prozent auf 113,60 Euro nach. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 15 Prozent auf der Kurstafel. Der Titel notiert damit deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt. Der Markt wartet nun auf handfeste Umsatzbeiträge der neuen KI-Partnerschaften.
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