Der Münchner Versicherungsriese schlägt Alarm: Künstliche Intelligenz hat sich zum zweitgrößten Geschäftsrisiko für Unternehmen weltweit entwickelt. Im neuen Risikobarometer von Allianz Commercial ist KI vom zehnten Platz direkt auf Rang zwei katapultiert – der größte Sprung in der diesjährigen Rangliste. Nur Cyberkriminalität rangiert noch höher.
Die Zahlen sind beeindruckend: 3.338 Fachleute aus 97 Ländern wurden im Herbst befragt. 38 Prozent bewerten KI mittlerweile als branchenübergreifendes Hochrisiko. In der Schweiz landet die Technologie sogar auf Platz eins der gefährlichsten Unternehmensrisiken. Auch in Österreich führt KI das Ranking an, während Deutschland das Risiko auf Rang vier sieht.
Fluch und Segen zugleich
Die Technologie ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sieht fast die Hälfte der Befragten mehr Chancen als Risiken – etwa bei der automatisierten Abwehr von Cyberattacken. Andererseits warnt Michael Furtscheller, regionaler Geschäftsleiter für Deutschland und die Schweiz, vor einem „immer schneller voranschreitenden Risiko“.
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Besonders brisant: Kriminelle Hacker nutzen KI zunehmend für perfektionierte Angriffe. Mit maßgeschneiderten E-Mails, gefälschten Videos und geklonten Stimmen posieren sie als Führungskräfte und täuschen Mitarbeiter. Die große Mehrheit der Cyberangriffe erfordert nach wie vor das Zutun eines Menschen – meist eines getäuschten Mitarbeiters.
Die Gefahr lauert auch im eigenen Haus
Doch externe Attacken sind nur eine Seite der Medaille. Die ganz legale Verwendung von KI-Software durch eigene Mitarbeiter birgt massive Risiken. „Die KI arbeitet mit einem gewissen Grad an Autonomie und deswegen können die Ergebnisse falsch oder frei erfunden sein“, erklärt Allianz-Managerin Alexandra Braun.
Falsche oder diskriminierende KI-Ergebnisse können zu Rechtsstreitigkeiten, negativer Presseberichterstattung und Reputationsverlust führen. Hinzu kommen Urheberrechtsverletzungen, wenn die Software geschützte Informationen verwendet. Die rasante Einführung schreitet schneller voran, als Governance und Unternehmenskultur mithalten können.
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Cyber bleibt Spitzenreiter
Zum fünften Mal in Folge führen Cybervorfälle das Risikobarometer an – mit 42 Prozent der Antworten weltweit und 58 Prozent in der Schweiz. Das ist der höchste jemals erreichte Wert. In jeder Region der Welt steht Cyber an erster Stelle. Betriebsunterbrechungen folgen auf Rang drei, eng verknüpft mit Online-Erpressung durch Ransomware-Angriffe.
Auf Platz vier rangieren Gesetzgebung und Regulierung, einschließlich Handelszöllen. Politische Risiken und Gewalt sind auf Platz sieben geklettert – die höchste Platzierung seit Bestehen des Barometers. 51 Prozent der Befragten halten eine Lähmung globaler Lieferketten durch geopolitische Konflikte für das wahrscheinlichste Schwarzer-Schwan-Szenario der nächsten fünf Jahre.
Was bedeutet das für Anleger?
Allianz Commercial publiziert das Risikobarometer zum 15. Mal und demonstriert damit ihre Expertise in der Risikoanalyse. Die Studie unterstreicht die Relevanz des Versicherungsgeschäfts in einer zunehmend komplexen Bedrohungslandschaft. Mit der Identifikation von KI als explodierendem Risikofaktor positioniert sich der Konzern als Vorreiter bei der Bewertung neuartiger Gefahren – ein klarer Wettbewerbsvorteil in einem Markt, der nach maßgeschneiderten Lösungen verlangt.
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