Der globale Versicherungsmarkt legte 2025 um 7,1 Prozent zu und erreichte 6,9 Billionen Euro. Das Wachstum liegt komfortabel über dem Zehnjahres-Schnitt von 5,6 Prozent — auch wenn die außergewöhnlichen 9,4 Prozent aus 2024 nicht wiederholt wurden. Ein Segment sticht heraus: Krankenversicherung.
Die Prämien im Krankenversicherungsgeschäft schossen um 12,3 Prozent nach oben — das stärkste Wachstum seit 2014. Allianz Research führt das auf alternde Bevölkerungen, steigende Gesundheitskosten und den zunehmenden Druck auf öffentliche Systeme zurück. Mit einem Volumen von 1.688 Milliarden Euro ist Krankenversicherung inzwischen das drittgrößte Segment hinter Leben (2.861 Milliarden Euro) und Schaden/Unfall (2.320 Milliarden Euro).
Asien treibt Lebensversicherung
Asien etabliert sich erneut als Motor im Lebensversicherungsmarkt. Die Prämien in der Region kletterten um 9,9 Prozent, China allein legte um 11,4 Prozent zu. Das Lebensversicherungsgeschäft bleibt damit das größte Segment weltweit.
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Im Schaden- und Unfallgeschäft normalisiert sich das Bild. Die globalen P&C-Prämien wuchsen 2025 nur noch um 3,8 Prozent — deutlich unter der Vorjahresexpansion von 8,5 Prozent. Preiszyklen normalisieren sich, Schadenkostensteigerungen stabilisieren sich.
Geopolitik als Wachstumsfaktor
Allianz Research identifiziert geopolitische Fragmentierung als neue Branchenrealität. Sie schafft operative Komplexität, generiert aber auch Nachfrage nach spezialisierten Deckungen in Infrastruktur, Energiesicherheit und politischem Risiko.
Die Prognose für die nächsten zehn Jahre: Der globale Prämienpool soll mit 5,3 Prozent pro Jahr wachsen und bis 2036 auf 12.129 Milliarden Euro steigen.
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Rückkaufprogramm zu einem Achtel abgearbeitet
Parallel zur Branchenstudie läuft das Aktienrückkaufprogramm der Allianz SE planmäßig. Das im März gestartete Programm hat ein Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro und soll spätestens Ende 2026 abgeschlossen sein. Im ersten Quartal wurden 0,3 Milliarden Euro abgewickelt — rund zwölf Prozent des Gesamtvolumens. Die eingezogenen Papiere werden vernichtet.
Die operative Basis dafür ist solide. Das operative Ergebnis kletterte im ersten Quartal 2026 auf 2,4 Milliarden Euro, ein Plus von 11,1 Prozent. Der Kernüberschuss stieg auf 3,8 Milliarden Euro — ein Zuwachs von 48,4 Prozent. Die Solvency-II-Quote liegt bei robusten 221 Prozent.
Die Allianz-Aktie notiert aktuell bei 376,10 Euro, knapp fünf Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 394,80 Euro aus April. Am 7. August folgen die Zahlen zum zweiten Quartal.
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