Der Kreditversicherer Allianz Trade hat heute seinen Länderrisikoatlas für 2026 vorgelegt – und die Kernbotschaft überrascht. Trotz Handelskriegen und geopolitischer Spannungen sind die globalen Länderrisiken gesunken. Doch bei genauem Hinsehen zeigt sich: Ausgerechnet wichtige Handelspartner Deutschlands rutschen ab.
36 Heraufstufungen sprechen klare Sprache
Die Zahlen klingen erst einmal beruhigend: 36 Länder wurden hochgestuft, nur 14 heruntergestuft. Die Analyse umfasst 83 Länder mit rund 94 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. „Sinkende globale Länderrisiken sind zunächst eine sehr gute Nachricht für die exportorientierte deutsche Wirtschaft“, erklärt Milo Bogaerts, Chef von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Verantwortlich für die positive Entwicklung: In vielen Schwellenländern haben sich die Finanzierungsbedingungen verbessert, lokale Währungen gewannen an Wert. In Europa und Asien sorgen rückläufige Inflation und stabilere Politik für mehr Widerstandsfähigkeit. Länder wie Argentinien, Ecuador, Italien, Spanien und die Türkei profitieren davon.
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Frankreich, Belgien und USA bereiten Sorgen
Doch die Herabstufungen haben es in sich. Im Vergleich zu 2025 hat sich ihre Zahl fast verdreifacht – und unter den 14 betroffenen Ländern sind keine „kleinen Fische“. Frankreich, Belgien und die USA wurden von AA1 auf A1 heruntergestuft. Diese drei Länder allein machen rund ein Fünftel der deutschen Exporte aus.
„Es bleibt also komplex“, betont Bogaerts. Die Herabstufung bedeute zwar weiterhin ein insgesamt niedriges Länderrisiko, deute aber auf anhaltende und erhebliche mittelfristige Risiken für Unternehmen hin. Insgesamt repräsentieren die sieben Märkte mit verschlechtertem mittelfristigem Umfeld – darunter auch Brasilien – etwa ein Drittel des globalen Bruttoinlandsprodukts. Das ist zehnmal so viel wie die Volkswirtschaften mit Verbesserungen.
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Was das für Unternehmen bedeutet
Allianz Trade nutzt ein hauseigenes Bewertungsmodell mit 17 kurzfristigen und 18 mittelfristigen Indikatoren, das vierteljährlich aktualisiert wird. Die Experten analysieren wirtschaftliche, politische und geschäftliche Faktoren sowie Nachhaltigkeitsaspekte, die das Zahlungsausfallrisiko beeinflussen.
CEO Aylin Somersan Coqui warnt: „Die Weltwirtschaft durchläuft eine der turbulentesten Phasen seit Jahrzehnten.“ Künstliche Intelligenz, demografischer Wandel, Klimawandel und Handelsstreitigkeiten überlagern sich. Unternehmen müssen einen länderspezifischen Ansatz verfolgen und kontinuierlich Transfer- und Konvertibilitätsbedingungen, fiskalische Entwicklungen und Handelsrisiken überwachen.
Für Allianz Trade als weltweiten Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft sind solche Analysen Kerngeschäft. Das Unternehmen beobachtet täglich über 83 Millionen Firmen weltweit und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen konsolidierten Umsatz von 3,8 Milliarden Euro.
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