Mehr Pleiten, mehr gefährdete Arbeitsplätze — und das schneller als erwartet. Die Allianz-Tochter Allianz Trade hat ihre globale Insolvenzstudie aktualisiert und die Prognosen für 2026 und 2027 deutlich nach oben korrigiert. Auslöser ist vor allem der Nahostkonflikt.
Weltweite Insolvenzen steigen doppelt so stark
Für 2026 rechnet Allianz Trade nun mit einem Anstieg der weltweiten Unternehmenspleiten um 6 Prozent — doppelt so viel wie die bisherige Schätzung von 3 Prozent. Es wäre der fünfte Anstieg in Folge.
Dahinter stecken handfeste Konsequenzen für den Arbeitsmarkt. Rund 2,2 Millionen Jobs weltweit sind laut der Studie direkt gefährdet, 94.000 mehr als im Vorjahr. Europa trägt mit 1,3 Millionen potenziell betroffenen Stellen den größten Teil — Westeuropa und Nordamerika dürften beide ein 12-Jahres-Hoch bei den Insolvenzzahlen erreichen.
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Deutschland auf höchstem Stand seit einem Jahrzehnt
Für Deutschland erwartet Allianz Trade rund 24.650 Insolvenzen im Jahr 2026 — das höchste Niveau seit über zehn Jahren. Als Haupttreiber nennt der Kreditversicherer den Nahostkonflikt und den anhaltenden Handelsstreit mit den USA.
„Schon jetzt hat der Nahost-Konflikt auf Deutschland deutliche Auswirkungen, und auch der US-Handelskrieg ist längst nicht vorbei“, sagte Milo Bogaerts, Chef von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Im Worst-Case-Szenario — das Allianz Trade mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent beziffert — könnten die globalen Pleiten 2026 sogar um 10 Prozent zulegen, gefolgt von weiteren 3 Prozent im Jahr 2027.
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Konzern nah am Jahreshoch, Hauptversammlung naht
Für den Mutterkonzern ist das Bild zweigeteilt: Steigende Insolvenzen belasten das Kreditversicherungsgeschäft, erhöhen aber den Absicherungsbedarf der Wirtschaft. Die Allianz-Aktie notiert mit rund 390 Euro knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 394,80 Euro — ein deutliches Zeichen, dass der Markt die Konzernstärke höher gewichtet als die Risiken aus dem Kreditversicherungsbereich.
Auf Konzernebene bleibt die Kapitalstrategie intakt. Das Geschäftsjahr 2025 schloss Allianz mit einem operativen Rekordgewinn von 17,4 Milliarden Euro ab. Das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm, das im Februar beschlossen wurde, läuft weiter.
Am 7. Mai folgen gleich zwei wichtige Termine: die Hauptversammlung in München und die Q1-Zahlen für 2026. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für 2025 eine Dividende von 17,10 Euro je Aktie vor — ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf der Hauptversammlung endet zudem die Amtszeit von Aufsichtsratschef Michael Diekmann; als Nachfolger ist Dr. Jörg Schneider vorgesehen. Ob das operative Jahresziel von rund 17,4 Milliarden Euro im aktuellen Umfeld hält, wird der Vorstand dann erstmals mit frischen Zahlen belegen müssen.
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