Almonty: 640.000 Tonnen Erzverarbeitung im Vollbetrieb

Almonty Industries profitiert von der globalen Wolfram-Krise und startet die Sangdong-Mine in Südkorea. Ein Molybdän-Liefervertrag sichert zudem stabile Einnahmen.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Start der Sangdong-Mine in Südkorea
  • Molybdän-Vertrag sichert 234 Mio. USD
  • US-Zollbefreiung für Almonty-Produkte
  • Aktie steigt um über 600 Prozent

Japanische Zulieferer schlagen Alarm. Den Chip-Giganten Samsung und SK Hynix droht bereits im Sommer das Wolframhexafluorid auszugehen – ein unverzichtbares Material für die Produktion von 3D-NAND-Speichern. Genau in diese eskalierende globale Angebotslücke stößt nun Almonty Industries.

Die Ursache für den Engpass liegt in Peking. China hat sein Quotensystem durch strenge Exportlizenzen ersetzt und den Markt damit praktisch ausgetrocknet. Die Ausfuhren von Ammoniumparawolframat (APT) brachen zuletzt massiv ein.

Die Preisreaktion fiel entsprechend heftig aus. Notierte APT Ende des vergangenen Jahres noch bei rund 900 US-Dollar pro metrischer Tonnen-Einheit, schoss der Wert bis April auf über 3.000 Dollar nach oben.

Produktionsstart in Südkorea

Pünktlich zu dieser Marktkrise meldet Almonty den operativen Start seiner Sangdong-Mine in Südkorea. Die Aufbereitungsanlage ging Anfang April nach drei Jahrzehnten Stillstand wieder in Betrieb. Das Gestein weist mit 0,51 Prozent Wolframtrioxid einen Erzgehalt auf, der den globalen Branchendurchschnitt um das Dreifache übersteigt.

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Analysten von DA Davidson rechnen bis zum zweiten Quartal des kommenden Jahres mit der vollen kommerziellen Auslastung. Eine bereits geplante zweite Ausbaustufe soll die Kapazitäten danach verdoppeln. Sangdong könnte dann einen erheblichen Teil der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.

US-Fokus und vertragliche Absicherung

Abseits des Wolframgeschäfts hat das Management eine finanzielle Untergrenze eingezogen. Ein Liefervertrag für Molybdän garantiert dem Unternehmen künftig jährliche Einnahmen von mindestens 234 Millionen US-Dollar. Diese vertragliche Basis isoliert den Konzern gegen mögliche Preisschwankungen am Rohstoffmarkt.

Parallel dazu profitiert Almonty von der geopolitischen Neuausrichtung Washingtons. Die US-Regierung hat die Erze und Konzentrate des Unternehmens explizit von Strafzöllen ausgenommen. Ab Anfang 2027 greift ferner ein Mandat des Pentagons, das US-Rüstungskonzernen vorschreibt, Wolfram ausschließlich aus nicht-chinesischen Quellen zu beziehen.

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Um diese lokale Nachfrage zu bedienen, verlegte Almonty seinen Sitz kürzlich nach Dillon im US-Bundesstaat Montana. Dort soll in der zweiten Jahreshälfte die Produktion auf dem Gentung-Projekt anlaufen. Es wäre die erste heimische US-Wolframförderung seit über zehn Jahren.

Starke Kursentwicklung

An der Börse in Toronto honorieren Investoren diese Ausgangslage. Die Aktie überwand zuletzt ihre 50-Tage-Linie und schloss bei 29,43 Kanadischen Dollar. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier damit ein Plus von über 600 Prozent.

Der nächste fundamentale Prüfstein folgt in wenigen Wochen. Am 21. Mai veröffentlicht Almonty seinen Quartalsbericht und wird erste konkrete Produktionszahlen aus der Hochlaufphase in Sangdong vorlegen. Details zur künftigen Kapitalstruktur stehen dann auf der Hauptversammlung am 8. Juni auf der Agenda.

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