Südkoreas nationaler Molybdän-Vorrat ist auf ein kritisches Niveau gesunken. Die Regierung hat Privatunternehmen öffentlich aufgefordert, das strategische Metall zu beschaffen. Almonty Industries reagiert mit Tempo.
Das kanadische Bergbauunternehmen treibt sein Bohrprogramm am Sangdong-Molybdän-Projekt in der Provinz Gangwon voran. Rund 37 Prozent der geplanten 26 Bohrlöcher sind bereits abgeteuft. Die bisherigen Erzgehalte entsprechen den historischen Daten — ein gutes Zeichen für die Ressourcenbestätigung.
Zwei strategische Metalle, ein Standort
Das Molybdän-Projekt liegt direkt neben Almontys laufender Wolframmine in Sangdong. Die Ressourcenschätzung weist eine hochgradige Zone von 16 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,4 Prozent MoS₂ aus. Die Gesamtressource umfasst 120 Millionen Tonnen bei 0,13 Prozent MoS₂. Teile der bestehenden Bergbau- und Verarbeitungsinfrastruktur lassen sich für beide Projekte nutzen.
Molybdän stärkt Stahl und Speziallegierungen gegen Hitze und Korrosion. Es findet Einsatz in der Luft- und Raumfahrt, der Verteidigung, der Nuklearenergie und der Petrochemie. Hinzu kommt wachsende Nachfrage aus der Halbleiter- und Erneuerbaren-Energie-Branche.
Der Spotpreis stieg im vergangenen Jahr um rund 23,5 Prozent auf 592,34 CNY/kg. Almonty hat bereits einen exklusiven Liefervertrag mit SeAH M&S abgeschlossen — einem Tochterunternehmen der SeAH Group. Das Abkommen sieht vor, dass SeAH M&S die gesamte Molybdän-Produktion aus Sangdong für die Laufzeit der Mine abnimmt.
Wolfram läuft, Molybdän folgt
Das Wolframgeschäft liefert bereits starke Zahlen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen CAD. Treiber war der deutlich höhere Wolfram-APT-Spotpreis. Der Kassenbestand lag zum 31. März bei 259,9 Millionen CAD, das Working Capital bei 169,5 Millionen CAD.
Ab dem 1. Januar 2027 verbietet die US-amerikanische DFARS-Regelung chinesisches Wolfram in allen Verteidigungslieferketten. Das erhöht den Druck auf westliche Alternativen — und stärkt Almontys Position als Lieferant aus einem Alliierten-Land.
Hinzu kommt ein struktureller Katalysator für die Aktie: Ab dem 29. Juni 2026 wird Almonty in den Russell 1000 und den Russell 3000 aufgenommen. Index-Fonds und ETFs, die diese Benchmarks abbilden, müssen die Aktie dann proportional halten. Das erzeugt systematische Kaufnachfrage von Fonds, die bislang kein Mandat hatten, Almonty zu besitzen.
Sobald das Bohrprogramm die Molybdän-Ressource vollständig bestätigt, will Almonty ohne Verzögerung mit dem Abbau beginnen. Der Sangdong-Komplex könnte dann zwei kritische Metalle aus einer einzigen Mine in einem alliierten Land liefern.
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