Aus dem einstigen Minenversprechen wird bei Almonty ein Cashflow-Thema. Die Sangdong-Mine in Südkorea läuft kommerziell, der Wolframpreis ist stark gestiegen. Genau diese Mischung treibt die Bewertung hoch, während die Aktie nach ihrer Rallye heute Luft ablässt.
Sangdong dreht die Zahlen
Der Umsatz sprang auf 25,4 Millionen CAD, nach 7,9 Millionen CAD im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber war Sangdong, das im März in die kommerzielle Produktion ging.
Noch wichtiger ist der Blick auf den Geldfluss. Almonty erzielte einen operativen Cashflow von 9,7 Millionen CAD, nachdem zuvor ein Abfluss von 4,4 Millionen CAD angefallen war. Die operative Marge lag bei 31 Prozent.
Unterm Strich schrieb das Unternehmen weiter rote Zahlen. Der Nettoverlust sank aber deutlich auf 5,3 Millionen CAD, nach 34,6 Millionen CAD im Vorjahresquartal. Das ist kein fertiger Ertragsbeweis, aber ein klarer Schritt aus der Projektphase.
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Am Mittwoch notierte die Aktie bei 28,46 CAD und verlor 5,98 Prozent. Seit Jahresanfang bleibt trotzdem ein Plus von 136,58 Prozent. Die Erwartungen sind also hoch, und kleine Enttäuschungen treffen auf einen nervösen Kurs.
Wolframpreis stützt die Neubewertung
Der wichtigste externe Rückenwind kommt vom Markt für Ammonium-Parawolframat, kurz APT. Der APT-Preis lag am 8. Mai bei rund 3.140 US-Dollar je MTU. Zu Jahresbeginn waren es noch etwa 862 US-Dollar.
Dieser Preissprung verändert die Rechnung für Produzenten mit lieferfähigen Projekten. Sangdong wird dadurch nicht nur operativ wichtiger, sondern auch strategisch. Wolfram ist schwer ersetzbar und spielt in Rüstung, Luftfahrt und Hochtechnologie eine zentrale Rolle.
Diamond Equity Research setzte am 13. Mai eine illustrative Bewertung von 31,80 CAD je Aktie an. Die Begründung: höhere Wolframpreise, der Start von Sangdong und eine gestärkte Bilanz.
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Almonty verfügte zuletzt über 259,85 Millionen CAD an Barmitteln. Das Working Capital lag bei 169,5 Millionen CAD. Diese Liquidität gibt Spielraum für den Ausbau, ohne sofort neue Finanzierungsfragen aufzureißen.
Strategische Rolle im Westen
Analysten von Bank of America und Oppenheimer sehen Almonty zunehmend als Wolfram-Rückgrat westlicher Lieferketten. Sangdong soll rund 40 Prozent des Wolframbedarfs außerhalb Chinas abdecken. Ab dem 1. Januar 2027 soll eine neue US-Beschaffungsregel chinesisches Wolfram aus der Verteidigungslieferkette ausschließen.
Die Nähe zu US-Industriekunden wird damit wichtiger. Lockheed Martin gilt als zentraler Kunde. Almonty hat seinen Unternehmenssitz nach Dillon in Montana verlegt, um näher an die US-Industriebasis zu rücken.
Bank of America hält ein Kursziel von 23 US-Dollar und verweist auf einen möglichen Wolfram-Superzyklus. CEO Lewis Black präsentiert die Story heute bei einer Investorenveranstaltung der Bank. Das dürfte spannend werden.
Ein DCF-Modell von Simply Wall St sieht die Aktie noch um 31,1 Prozent unter dem geschätzten fairen Wert. Phase eins von Sangdong produziert derzeit rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat pro Jahr, Phase zwei soll die Kapazität bis 2027 verdoppeln. Gelingt dieser Ausbau, verschiebt sich die Almonty-Story weiter von Minenfantasie zu lieferfähiger Industrieposition.
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