Almonty Industries erreicht in Südkorea einen entscheidenden Wendepunkt. Die Sangdong-Wolframmine verarbeitet seit Anfang Juli das geförderte Erz. Damit fließt erstmals echtes Geld. An der Börse erntet das Unternehmen dafür einen massiven Abverkauf.
Millionen-Wert im Zwischenlager
Das Potenzial am Standort ist enorm. Almonty sitzt auf einem Lagerbestand von knapp 140.000 Tonnen Erz. Der Wolframtrioxid-Gehalt liegt im Schnitt bei 0,25 Prozent. Beim aktuellen Marktpreis entspricht das einem Bruttowert von rund 68 Millionen US-Dollar.
Die Anlagen in der Provinz Gangwon laufen nun auf Hochtouren. Sie verwandeln diesen Berg in verkaufsfertiges Konzentrat. Das Projekt verlässt die Bauphase und bringt erste Erträge.
Verwässerung drückt den Kurs
Die Aktionäre honorieren den operativen Fortschritt kaum. Aktuell notiert das Papier bei gut 20 Kanadischen Dollar. Im Frühjahr markierte der Kurs noch ein Rekordhoch von 33,35 Dollar. Das entspricht einem schmerzhaften Einbruch von fast 40 Prozent.
Technische Indikatoren signalisieren mittlerweile eine überverkaufte Lage. Der Ausverkauf hat klare strukturelle Gründe. Ende Juni rückte Almonty in die Leitindizes Russell 1000 und Russell 3000 auf. Das veränderte die Handelsdynamik der Aktie spürbar.
Parallel dazu schnürte das Management ein massives Finanzierungspaket. Eine Wandelanleihe spülte 800 Millionen US-Dollar in die Kassen. Das Angebot war extrem gefragt und deutlich überzeichnet. Die frischen Mittel sichern zwar die weitere Expansion ab. Viele Investoren fürchten nun aber eine massive Verwässerung ihrer Anteile. Kein Wunder.
Strategische Lücke im Weltmarkt
Operativ profitiert Almonty von einer perfekten Ausgangslage. Die globalen Lieferketten für Wolfram sind extrem angespannt. Bisherige Hauptlieferanten beschränken ihre Exporte immer weiter. Damit wird die südkoreanische Mine zu einem zentralen Baustein für die westliche Industrie.
Almonty wandelt seinen Erzberg nun zügig in echten Cashflow um. Hält der hohe Wolframpreis, spült die Produktion direkt verlässliche Einnahmen in die Bilanz. Mit dem laufenden Verkauf des Konzentrats baut das Management ein starkes finanzielles Fundament auf. Diese frischen Erträge aus dem Minenbetrieb dämpfen künftig die Verwässerungssorgen des Marktes ab.
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