Almonty Aktie: 5.600 Tonnen Molybdän mit SeAH-Vertrag

Almonty startet kommerziellen Betrieb in der Wolfram-Mine Sangdong und treibt parallel das Molybdän-Projekt voran. Die Aktie bleibt trotz Kursrückgang im Jahresplus.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Kommerzieller Start der Wolfram-Produktion
  • Molybdän-Projekt mit Abnahmevertrag
  • Strategische Vorteile durch China-Druck
  • Starke Bilanz für nächste Ausbaustufe

Almonty liefert die ersten Produktionszahlen aus Sangdong. Damit trifft Realität auf eine Aktie, die schon viel Zukunft eingepreist hat. Der zweite Punkt wird leicht übersehen: Neben Wolfram rückt am selben Standort ein Molybdän-Projekt mit Abnahmevertrag nach vorn.

Sangdong muss liefern

Die erste Phase der Wolfram-Mine in Südkorea läuft seit Ende März kommerziell. Die Anlage soll jährlich 640.000 Tonnen Erz verarbeiten und daraus rund 2.300 Tonnen Wolfram-Konzentrat gewinnen.

Der Erzgehalt liegt bei etwa 0,51 Prozent Wolframtrioxid. Das ist klar über dem globalen Schnitt und stützt die Kostenstory des Projekts. DA Davidson erwartet die volle kommerzielle Kapazität im zweiten Quartal 2026.

Die Aktie zeigt bereits, wie hoch die Erwartungen sind. Am Mittwoch schloss sie bei 24,26 CAD, auf Monatssicht liegt sie aber rund 19 Prozent im Minus. Seit Jahresanfang bleibt dennoch ein Plus von mehr als 100 Prozent stehen.

Molybdän wird zum zweiten Hebel

Almonty baut in Korea nicht nur eine Mine. CEO Lewis Black beschreibt die Strategie als „Korean Trinity“. Gemeint sind die Wolfram-Expansion, eine Anlage für Wolframoxid und das benachbarte Molybdän-Vorkommen.

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Die geplante Anlage für Nano-Wolframoxid soll nahe Sangdong entstehen. Sie soll Material aus der Mine weiterverarbeiten und südkoreanische Hersteller von Batterie-Anoden und -Kathoden beliefern. Eine Vorstudie mit UTG Universaltechnik dient als Basis für Planung und Kosten.

Besonders wichtig ist das Molybdän-Projekt. Es verfügt über Bergbau- und Umweltgenehmigungen. Am Standort will Almonty bei voller Leistung etwa 5.600 Tonnen Molybdän pro Jahr produzieren.

Dazu kommt ein exklusiver Abnahmevertrag mit SeAH M&S. Der größte südkoreanische Verarbeiter von Molybdän-Produkten soll die gesamte Produktion aus Sangdong kaufen. Das Ziel für den Produktionsstart liegt Ende 2026.

Der Standortvorteil ist greifbar. Das Molybdän-Projekt liegt nur etwa 150 Meter vom Wolfram-Projekt entfernt. Infrastruktur, Logistik und Know-how lassen sich damit gemeinsam nutzen.

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China-Druck stützt die Story

Der Markt für Wolfram bleibt politisch aufgeladen. APT verteuerte sich von rund 900 auf mehr als 3.000 US-Dollar je metrische Tonneneinheit. Auslöser war Chinas Wechsel von Exportquoten zu einem Lizenzsystem.

Ab Januar 2027 dürfen US-Rüstungskonzerne kein chinesisches Wolfram mehr einsetzen. China steht derzeit für etwa 88 Prozent des weltweiten Angebots. Nicht-chinesische Lieferketten gewinnen damit strategisch an Gewicht.

Almonty profitiert bereits von einer Ausnahme bei US-Importzöllen. Hinzu kommt ein verbindlicher Abnahmevertrag mit Tungsten Parts Wyoming. Dieser sieht monatliche Lieferungen von mindestens 40 Tonnen Wolframoxid vor.

Die Bilanz gibt Spielraum für den nächsten Schritt. Ende März lagen Barmittel bei 259,9 Millionen US-Dollar, das Working Capital betrug 169,5 Millionen US-Dollar. Eine sofortige externe Finanzierung wirkt damit weniger dringlich.

Am 9. Juni entscheidet die Hauptversammlung über Phase 2. Diese würde die Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppeln. Nach dem jüngsten Kursrückgang zählt nun weniger die Fantasie, sondern der Nachweis aus dem laufenden Betrieb.

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