Das Geld ist auf dem Konto, das Management im Amt bestätigt. Almonty Industries hat eine entscheidende Hürde genommen. Mit einer massiven Finanzspritze sichert der Konzern den Start seiner wichtigsten Wolfram-Mine ab.

Frisches Kapital für Südkorea

Parallel zur Hauptversammlung schloss das Unternehmen eine Wandelanleihe erfolgreich ab. Die Nachfrage war enorm. Investoren zogen eine Mehrzuteilungsoption über 100 Millionen US-Dollar. Damit steigt das Gesamtvolumen auf 800 Millionen US-Dollar. Nach Abzug aller Gebühren fließen Almonty rund 773 Millionen US-Dollar netto zu.

Ein Teil des Geldes fließt direkt in den Kapitalschutz. Das Management investiert 83 Millionen US-Dollar in sogenannte Capped-Call-Transaktionen. Das Ziel: eine Verwässerung der Altaktionäre abfedern. Der Cap-Preis liegt bei gut 41 US-Dollar.

Weitere 50 Millionen US-Dollar tilgen bestehende Schulden. Den Löwenanteil steckt Almonty in das operative Geschäft. Mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar fließt in das Sangdong-Projekt in Südkorea.

Fokus auf US-Verteidigung

Auch personell herrscht Klarheit. Auf der Hauptversammlung bestätigten die Aktionäre das siebenköpfige Board mit überwältigender Mehrheit. Besonders wichtig für die strategische Ausrichtung ist der Verbleib von General Gustave F. Perna und Alan Estevez. Beide stärken Almontys Position im US-Verteidigungssektor. Der Konzern will sich als verlässlicher Wolfram-Lieferant außerhalb Chinas etablieren.

Der Zeitplan für die kommenden Wochen ist eng getaktet. Bereits im Juli soll die Sangdong-Mine offiziell den Betrieb aufnehmen. Zuvor steht ein wichtiges Börsenereignis an. Ende Juni rückt die Aktie in die Indizes Russell 1000 und Russell 3000 auf.

An der australischen Börse reagierten Anleger erleichtert auf die gesicherte Finanzierung. Die Papiere schlossen zuletzt bei 22,32 Australischen Dollar. Analysten von Bank of America und Cantor Fitzgerald passen nun ihre Modelle an die neue Kapitalstruktur an.