Almonty Aktie: 7,77 Prozent Sprung in Australien

Almonty treibt Sangdong-Hochlauf voran und profitiert von drohenden US-Importbeschränkungen für Wolfram ab 2027.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursplus von 7,77 Prozent in Sydney
  • Sangdong-Mine erreicht erste Produktionsphase
  • Umsatz steigt um 221 Prozent im Quartal
  • US-Regeln verschärfen Wolfram-Bezug ab 2027

Bei Almonty geht es nicht nur um einen starken Kurssprung. Der Wolframproduzent rückt in eine Versorgungslücke, die sich Anfang 2027 politisch verschärfen dürfte. Genau das macht die Aktie derzeit so empfindlich für jede Nachricht aus der Mine Sangdong.

Am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, legte die Aktie an der australischen Börse um 7,77 Prozent zu und schloss bei 28,70 AUD. Das war kein isolierter Ausreißer.

In Toronto war der Titel tags zuvor um 8,35 Prozent auf 28,56 CAD gestiegen. Die Marktkapitalisierung liegt damit bei rund 8,1 Milliarden AUD. Für einen Wolframproduzenten ist das eine deutliche Neubewertung.

Sangdong wird zum Schlüsselprojekt

Der operative Auslöser liegt in Südkorea. Almonty hatte im März 2026 die Inbetriebnahme der ersten Phase in der Sangdong-Mine abgeschlossen. Die Anlage ist auf rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und soll etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat liefern.

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Der Zeitpunkt ist brisant. Ab dem 1. Januar 2027 untersagen neue US-Verteidigungsregeln nach DFARS 252.225-7052 den Einsatz von Wolfram aus China, Russland, Iran und Nordkorea in bestimmten Lieferketten. Almonty will rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas bedienen.

Damit wird Sangdong nicht nur ein Minenprojekt, sondern ein strategischer Baustein für westliche Industrien. Wolfram ist schwer ersetzbar, unter anderem in der Rüstungs-, Halbleiter- und Werkzeugindustrie. Kein Wunder, dass der Markt Fortschritte beim Hochlauf genau einpreist.

Umsatz springt, Verlust schrumpft

Auch die jüngsten Zahlen liefern Rückenwind. Im ersten Quartal 2026 erzielte Almonty einen Umsatz von 25,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 221 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wichtig ist dabei nicht nur das Wachstum, sondern die Richtung der Ergebnisentwicklung. Der Konzern bewegt sich aus einer typischen Projektphase stärker in Richtung operativer Skalierung.

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Der Nettoverlust lag bei 5,3 Millionen US-Dollar. Der unverwässerte und verwässerte Verlust je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten betrug 0,02 US-Dollar. Operativ erzielte Almonty einen positiven Cashflow von 9,7 Millionen US-Dollar.

Für die nächste Wachstumsstufe plant das Unternehmen die zweite Ausbaustufe in Sangdong für 2027. Sie soll die Kapazität verdoppeln. Der Zeitpunkt passt: China hat für 2026 eine weitere Kürzung der heimischen Bergbaugenehmigungen um 8 Prozent angekündigt.

Markt preist die Lieferkettenwende

Die Aktie bewegt sich damit in einer Bewertungszone, die mehr Zukunft als Ist-Zustand einpreist. Die 52-Wochen-Spanne von 4,36 bis 33,35 CAD zeigt, wie stark der Markt die Rolle von Almonty bereits neu bewertet hat.

Frühere Analystenziele lagen um 22,46 CAD. Der jüngste Sprung darüber deutet auf eine Neubewertung der strategischen Position vor der US-Regeländerung hin. Am 12. August 2026 folgt der nächste Finanzbericht; dann zählt vor allem, wie belastbar der Hochlauf in Sangdong vorankommt.

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