Almonty rüstet sich für den Angriff auf das chinesische Wolfram-Monopol. Der Bergbaukonzern hat eine massiv überzeichnete Wandelanleihe erfolgreich platziert. Das frische Kapital sichert den raschen Ausbau der südkoreanischen Sangdong-Mine. Die Börse reagiert allerdings nervös auf die Finanzierungsdetails.

Frisches Kapital für den Ausbau

Insgesamt sammelt das Unternehmen 800 Millionen US-Dollar ein. Davon stammen 100 Millionen aus einer vollständig ausgeübten Mehrzuteilungsoption. Nach Abzug aller Kosten fließen Almonty netto rund 773 Millionen US-Dollar zu.

Die Papiere laufen bis zum Jahr 2031. Sie verzinsen sich mit 2,25 Prozent jährlich. Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 27,40 US-Dollar je Aktie.

Das Management plant Großes mit den Mitteln. Rund 543 Millionen US-Dollar fließen in das operative Geschäft und mögliche Übernahmen. Weitere 83 Millionen US-Dollar reserviert der Vorstand für Absicherungsgeschäfte. Diese sollen eine künftige Verwässerung der Altaktionäre verhindern.

Rückenwind von den Aktionären

Parallel zur Finanzierung bestätigten die Anteilseigner den Kurs des Managements. Auf der Hauptversammlung am Dienstag erhielt der Vorstand um CEO Lewis Black fast einstimmige Zustimmung. Die Aktionäre wählten alle Direktoren mit Quoten von über 99 Prozent wieder.

Das Votum stärkt dem Führungsteam den Rücken für das wichtigste Konzernprojekt. Die südkoreanische Sangdong-Mine soll eine westliche Alternative zu chinesischen Wolfram-Lieferungen aufbauen. Wolfram gilt als kritisches Metall für die Rüstungsindustrie und den Tech-Sektor.

Die erste Ausbaustufe der Mine läuft seit März dieses Jahres. Bereits für 2027 peilt Almonty die zweite Phase an. Dann will der Konzern die jährliche Produktion auf 4.600 Tonnen Wolframkonzentrat verdoppeln.

Aktie im Korrekturmodus

Am Aktienmarkt hinterlässt die Kapitalmaßnahme tiefe Spuren. Am Dienstag schloss das Papier bei 21,86 Kanadischen Dollar. Auf Wochensicht verliert der Titel rund 21 Prozent.

Die kurzfristige Schwäche trübt das langfristige Bild kaum. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein sattes Plus von knapp 82 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten kletterte der Kurs sogar um 351 Prozent.

Der jüngste Rücksetzer drückt den RSI-Indikator auf einen Wert von knapp 38. Die Aktie nähert sich damit dem überverkauften Bereich. Die operative Entwicklung in der Sangdong-Mine wird nun den Takt für die nächste Kursbewegung vorgeben.