Almonty Industries vollzieht einen weiteren Schritt im internationalen Listing-Fahrplan: Der Wolframproduzent verlässt die australische Börse ASX freiwillig. Der Handel der dort geführten CDIs (CHESS Depositary Interests) endet am 28. August 2026, das Delisting wird zum 1. September 2026 wirksam. Als Begründung nennt das Unternehmen die im Vergleich zur Nasdaq deutlich geringeren Handelsvolumina an der ASX.
CDI-Inhaber müssen sich entscheiden
Anleger, die Almonty-Papiere über CDIs an der ASX halten, haben zwei Optionen. Sie können ihre Bestände bis zum 28. August auf dem gewohnten Weg verkaufen oder sie im Verhältnis 1:1 in reguläre Nasdaq-Aktien umwandeln. Für alle, die den Umtauschtermin verpassen, richtet Almonty zusätzlich eine Voluntary Sale Facility ein, die vom 8. September bis zum 6. November 2026 läuft. Das Unternehmen ist an mehreren Handelsplätzen gleichzeitig notiert – neben der ASX (AII) an der Nasdaq (ALM), der TSX (AII) und in Frankfurt (ALI1). Nach dem Rückzug von der australischen Börse bleiben die Notierungen an Nasdaq und Frankfurt bestehen. Almonty betreibt die Sangdong-Mine in Südkorea sowie Bergbauaktivitäten in Portugal.
Die Delisting-Ankündigung reiht sich in eine Serie von Rückzügen von Nebenbörsen, die Almonty in den vergangenen Wochen vorangetrieben hat – zuletzt war bereits ein Rückzug von der TSX Thema gewesen. Für Investoren bedeutet die Konzentration auf Nasdaq und Frankfurt tendenziell mehr Liquidität an weniger Handelsplätzen, kurzfristig sorgt der organisatorische Umbau aber für Unsicherheit unter Kleinanlegern mit ASX-Depots.
Kurs gibt deutlich nach
Die Nachricht traf auf ein Aktienumfeld, das bereits unter Druck stand. Am Dienstag schloss das Papier bei 17,22 kanadischen Dollar, ein Minus von 8,40 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit hat sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 33,35 kanadischen Dollar, das die Aktie im April markiert hatte, auf 48,37 Prozent ausgeweitet. Auch gegenüber dem 200-Tage-Durchschnitt notiert der Titel inzwischen 10,36 Prozent im Minus – ein Signal, dass sich der mittelfristige Aufwärtstrend zuletzt eingetrübt hat. Der RSI von 34,4 deutet auf eine überverkaufte Situation hin, während die annualisierte 30-Tage-Volatilität von knapp 83 Prozent die Nervosität rund um den Titel unterstreicht.
Trotz der jüngsten Schwäche bleibt die längerfristige Kursentwicklung bemerkenswert: Seit Jahresbeginn steht bei Almonty ein Plus von 42,67 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sogar ein Zuwachs von 266,38 Prozent. Die Aktie hat sich damit trotz des jüngsten Rückschlags weit von ihrem 52-Wochen-Tief bei 4,36 kanadischen Dollar aus dem vergangenen Juli entfernt.
Wolfram bleibt strategisch gefragt
Der Rückzug von der ASX fällt in eine Phase, in der das Interesse an Wolfram als kritischem Rohstoff spürbar zunimmt. Der australische Explorer EQ Resources treibt Pläne für ein Listing an Nasdaq oder NYSE voran, um gezielt US-Investoren für Wolfram-Lieferketten zu erschließen. Auch Red Mountain Mining meldete jüngst den Start systematischer Gesteinsprobenahmen am Pioneer-Wolfram-Projekt in Montana, das unmittelbar an Almontys Gentung-Lagerstätte angrenzt – dort wurden in ersten Proben bis zu 3.159 ppm Wolframoxid nachgewiesen. Die Aktivität rund um Almontys Nachbarprojekt unterstreicht, dass das Unternehmen in einem zunehmend beachteten Rohstoffsegment operiert, während es parallel seine Börsenstruktur strafft.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

