Almonty Industries zieht sich von zwei Handelsplätzen zurück. Der Wolfram-Produzent verlässt die Börsen in Toronto und Sydney. Künftig konzentriert sich das Unternehmen auf die Nasdaq und die Frankfurter Börse.

Rückzug aus Toronto und Sydney

Almonty nimmt seine Aktien zum Handelsschluss am Freitag, den 31. Juli 2026, von der Toronto Stock Exchange. Bereits genehmigt ist der Rückzug von der Australian Securities Exchange zum 1. September 2026.

Das Management begründet den Schritt mit sinkenden Handelsvolumina an beiden Börsen. Zudem will das Unternehmen Verwaltungs- und Compliance-Kosten senken. In Australien hielten Anleger Mitte Juli 2026 nur noch rund 0,80 Prozent aller ausstehenden Aktien über das dortige Register. Der Handel hat sich längst verlagert — vor allem zur Nasdaq unter dem Kürzel ALM und zur Frankfurter Börse unter ALI1.

Weniger Notierungen, mehr Fokus

Der Großteil des täglichen Handelsvolumens läuft bereits über die Nasdaq Capital Market. Vier parallele Notierungen in Nordamerika, Europa und Australien kosten Geld und Aufwand. Almonty will diese Ressourcen stattdessen in die Produktion stecken.

Aktionäre in Kanada und Australien müssen ihre Papiere nicht zwangsläufig verkaufen. Die meisten internationalen Broker ermöglichen den Handel von Nasdaq-notierten Werten. Für australische Anleger richtet das Unternehmen eine freiwillige Verkaufsstelle ein, nachdem die dortigen CHESS Depositary Interests zum 28. August 2026 auslaufen.

Kursrutsch trifft auf Produktionsstart

Die Rückzugspläne fallen in eine Phase der Kurskorrektur. Am Montag schloss die Aktie bei 18,11 kanadischen Dollar, ein Minus von 3,72 Prozent zum Vortag. Auf Monatssicht steht ein Rückgang von fast 21 Prozent zu Buche — der Kurs liegt damit rund 46 Prozent unter seinem Rekordhoch von 33,35 kanadischen Dollar aus dem April.

Der RSI von 36,9 signalisiert eine Annäherung an überverkauftes Terrain. Trotz der jüngsten Schwäche bleibt die Aktie seit Jahresbeginn mit über 50 Prozent im Plus.

Operativ hat Almonty derweil einen wichtigen Schritt geschafft. Am 1. Juli 2026 startete die Verarbeitungsanlage der Sangdong-Mine in Südkorea den regulären Betrieb. Das Flaggschiffprojekt wandelt sich damit vom Entwicklungsvorhaben zur aktiv produzierenden Wolfram-Anlage — ein Baustein auf dem Weg, außerhalb Chinas zu einem zentralen Lieferanten für strategische Metalle zu werden.

Die Börsenbereinigung soll bis Anfang September abgeschlossen sein. Bis dahin bleiben Nasdaq und Frankfurt die einzigen verbliebenen Handelsplätze für die Almonty-Aktie.