Almonty Industries steht vor einer entscheidenden Woche. Bis zum 30. April muss der Vorstand entscheiden, ob er einen Reverse-Split durchführt — und im Mai folgen die ersten echten Produktionszahlen aus der Sangdong-Mine in Südkorea. Beides zusammen könnte die Aktie neu bewerten.
Die Aktie schloss zuletzt bei 29,94 CAD. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 149 Prozent zu Buche — getragen von einem Wolframmarkt, der strukturell außer Kontrolle geraten ist.
Reverse-Split bis 30. April: Entscheidung steht aus
Die Aktionäre haben dem Vorstand bereits die Vollmacht erteilt, bis zu fünf Altaktien in eine neue Aktie umzutauschen. Ratio und Zeitpunkt liegen im Ermessen des Managements. Der Vorstand kann den Schritt aber auch ganz verwerfen.
Ein Reverse-Split würde die Aktienzahl deutlich reduzieren und den Kurs proportional anheben. Das Ziel dahinter: mehr Attraktivität für institutionelle Investoren. Weitere Details zur künftigen Kapitalstruktur erwartet der Markt auf der Hauptversammlung am 8. Juni.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?
Sangdong: Erste Produktionsdaten im Mai
Der Quartalsbericht im Mai liefert erstmals konkrete Zahlen aus dem Hochlauf der Sangdong-Mine. DA Davidson rechnet damit, dass der Betrieb im zweiten Quartal 2026 die volle kommerzielle Kapazität erreicht.
Auf der Hauptversammlung im Juni sollen dann Details zur geplanten Phase-2-Erweiterung folgen. Ziel ist es, die Verarbeitungskapazität bis 2027 auf 1,2 Millionen Tonnen Erz pro Jahr zu verdoppeln. Sangdong verfügt über einen Erzgehalt von rund 0,51 Prozent Wolframtrioxid — etwa dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt.
Wolframmarkt unter Druck
Der Makrokontext bleibt außergewöhnlich. Der Preis für Ammoniumparawolframat stieg von rund 1.944 US-Dollar je metrischer Tonneneinheit im Februar auf etwa 2.526 US-Dollar im April 2026.
Auslöser ist Chinas Exportpolitik. Peking verhängte Anfang 2025 Exportkontrollen auf mehrere Wolframprodukte. Anschließend ersetzte das Handelsministerium das bisherige Quotensystem durch eine staatlich kontrollierte Exporterlaubnis für nur 15 zugelassene Unternehmen. Die Folge: APT-Exporte brachen von 782 Tonnen in 2024 auf 243 Tonnen in den ersten elf Monaten 2025 ein — und näherten sich Anfang 2026 der Nulllinie.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?
Japanische Zulieferer haben Samsung und SK Hynix bereits gewarnt: Ihre Bestände an Wolframhexafluorid — unverzichtbar für die 3D-NAND-Chipproduktion — könnten noch in diesem Sommer erschöpft sein.
Pentagon-Mandat als struktureller Rückenwind
Ab dem 1. Januar 2027 müssen US-Rüstungsunternehmen Wolfram ausschließlich aus nicht-chinesischen Quellen beziehen. Das Pentagon-Mandat schafft strukturelle Nachfrage — und Almonty ist bereits positioniert.
Die US-Regierung hat Almontys Wolframerze und -konzentrate von Gegenzöllen ausgenommen. Voraussetzung ist ein langfristiger Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders in Pennsylvania. Bei voller Kapazität könnte Sangdong bis zu 40 Prozent der weltweiten Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken.
Analysten sehen das Potenzial. Texas Capital, DA Davidson und B. Riley Financial vergeben allesamt Kaufempfehlungen mit Kurszielen zwischen 23 und 25 US-Dollar. Das durchschnittliche Rating lautet laut drei Analysten „Strong Buy“.
Der Vorstandsbeschluss zum Reverse-Split bis Mittwoch ist der erste konkrete Test, wie das Management die Kapitalstruktur vor dem Mai-Quartalsbericht und der Juni-Hauptversammlung ausrichten will.
Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 26. April liefert die Antwort:
Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

