Der operative Hochlauf am südkoreanischen Vorzeigestandort Sangdong gewinnt an Kontur. Almonty Industries treibt die Produktionszeiten seiner Aufbereitungsanlage schrittweise voran. Nach Unternehmensangaben lief die Mühle zuletzt an sieben Tagen pro Woche jeweils 13 Stunden. Das erklärte Ziel des Managements ist der Übergang in einen durchgehenden Betrieb rund um die Uhr.

Die Ausweitung der Betriebszeiten markiert den nächsten Schritt nach der Freigabe der Anlagen durch die südkoreanischen Behörden. Für die Brecher- und Verarbeitungsanlagen von Sangdong liegen die finalen behördlichen Inspektionszertifikate vor, womit Phase I für den kommerziellen Betrieb und den Verkauf freigegeben ist. Über 90 Prozent des Ausstoßes dieser ersten Phase sind über einen langfristigen Abnahmevertrag mit einer Laufzeit von 21 Jahren gebunden.

Ausbaupläne und Rohstoffverträge

Parallel zur Hochlaufkurve der ersten Stufe laufen die Entwicklungsarbeiten für Phase II. Das Unternehmen peilt den Abschluss dieser Erweiterung für das Jahr 2027 an. Nach Fertigstellung soll die Gesamtkapazität bei bis zu 1,2 Millionen Tonnen Erz pro Jahr liegen.

Neben den Fortschritten in Südkorea sicherte sich der Konzern zusätzliche Abnahmekapazitäten in Europa. Mit der Wolfram Bergbau und Hütten AG, einer Tochtergesellschaft der Sandvik-Gruppe, schloss Almonty einen mehrjährigen Liefervertrag nach dem Take-or-Pay-Prinzip ab. Die Vereinbarung umfasst ein Mindestvolumen von rund 1.720 Tonnen Wolframtrioxid (WO₃) aus der Wiederaufbereitung von Rückständen des spanischen Standorts Los Santos.

Wechsel des Abschlussprüfers

Auf Unternehmensebene vollzog der Konzern mit Wirkung zum 29. September einen Wechsel des Abschlussprüfers. Nach dem Rücktritt von Zeifmans LLP bestellte das Board PricewaterhouseCoopers LLP zum neuen Prüfer. Einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC zufolge ging diesem Wechsel kein Streit über Bilanzierungsfragen, Offenlegungspflichten oder den Umfang der Prüfung voraus.

Unterstützung erhält der Titel von Analystenseite: Medienberichten zufolge startete das Analysehaus Stifel die Beobachtung der Aktie am 24. September mit einer Kaufempfehlung und setzte ein Kursziel von 25 US-Dollar fest.

An der Börse notiert die Aktie bei 12,04 Euro, was einem leichten Tagesplus von 1,1 Prozent entspricht. Seit dem Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Zuwachs von 52 Prozent, während der operative Fokus nun auf der schrittweisen Erhöhung der Mühlenauslastung in Sangdong liegt.