Almonty Industries steht vor einer entscheidenden Handelswoche. Am 29. Juni rückt der Wolframproduzent in die US-Indizes Russell 1000 und 3000 auf. Das bringt frisches Kapital von institutionellen Investoren.

Millionen-Zufluss erwartet

Indexfonds müssen die Aktie ab Montag zwingend kaufen. Vor solchen Stichtagen steigt das Handelsvolumen oft spürbar an, da sich Fondsmanager im Vorfeld positionieren.

Die Vorfreude treibt den Kurs. Seit Jahresbeginn kletterte das Papier um rund 121 Prozent auf zuletzt 26,67 Kanadische Dollar. Der Aufwärtstrend bleibt intakt.

Frisches Kapital für die Mine

Parallel dazu hat das Management die Kassen gefüllt. Eine Wandelanleihe brachte netto rund 772 Millionen US-Dollar ein. Die Nachfrage der Investoren überstieg das Angebot dabei deutlich.

Die Papiere laufen bis 2031 und verzinsen sich mit 2,25 Prozent jährlich. Der Wandlungspreis liegt bei 27,40 US-Dollar. Das entspricht einem satten Aufschlag zum aktuellen Kurs.

Das Geld fließt in die südkoreanische Sangdong-Mine. Phase eins produziert bereits, der geplante Ausbau soll die Kapazität ab 2027 verdoppeln.

US-Verteidigung im Fokus

Der Zeitpunkt passt perfekt. Ab Januar 2027 verbietet Washington dem Pentagon den Kauf von chinesischem Wolfram. Die Folge: Almonty richtet sich strategisch genau auf diese Lücke aus.

Die Aktionäre stützen diesen Kurs. Sie bestätigten kürzlich zwei pensionierte US-Generäle mit fast 100 Prozent der Stimmen im Verwaltungsrat.

Zusätzlich holte der Konzern mit Jorge Beristain einen erfahrenen Finanzchef an Bord, der das Wachstum steuern soll. Zuvor arbeitete er bei einem milliardenschweren US-Metallhändler.

Die operativen Zahlen untermauern den Kurswechsel. Im ersten Quartal sprang der Umsatz um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Kanadische Dollar. Auch der operative Cashflow drehte deutlich ins Plus.

Die extrem hohe Volatilität von fast 99 Prozent mahnt zur Vorsicht. Hält die operative Dynamik an, dürfte die Indexaufnahme den Weg für weitere institutionelle Käufer ebnen.