Bohrungen bestätigen historische Mineralgehalte, eine milliardenschwere Wandelanleihe steht, und die Aufnahme in den Russell-Index rückt näher. Almonty Industries hat in kurzer Zeit gleich mehrere Weichen gestellt.

Sangdong: Geologie hält, was sie verspricht

Das Bohrprogramm am Sangdong-Molybdän-Projekt in Südkorea liefert Ergebnisse, die mit historischen Mineralgehalten übereinstimmen. Das ist kein Selbstläufer — geologische Konsistenz über eine große Lagerstätte hinweg ist die Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche Großproduktion. Almonty will den Sangdong-Standort zu einem vollständigen Förderbetrieb ausbauen. Wolfram und Molybdän stehen dabei im Mittelpunkt, beide gelten als kritische Rohstoffe für internationale Industriekunden.

Weitere Bohrergebnisse aus dem Molybdän-Programm sollen in den nächsten zwei bis vier Wochen folgen.

Wandelanleihe schafft finanzielle Basis

Den Ausbau finanziert Almonty über eine Wandelanleihe im Volumen von rund 773 Millionen US-Dollar. Das Kapital fließt direkt in die Erweiterung und Fertigstellung der Sangdong-Mine. Die Finanzierung hat den Kurs stabilisiert, nachdem die Aktie zuvor deutlich geschwankt hatte.

Aktuell notiert das Papier bei 26,32 CAD — ein Plus von rund 1,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Jahressicht beläuft sich das Kursplus auf fast 119 Prozent, der 200-Tage-Durchschnitt liegt mit 17,39 CAD weit darunter.

Russell-Aufnahme als nächster Treiber

Der nächste konkrete Termin ist der 29. Juni 2026. An diesem Tag soll Almonty in die Russell-Indizes aufgenommen werden. Eine Indexaufnahme zwingt passive Fonds zum Kauf — das schafft strukturelle Nachfrage, unabhängig von der operativen Entwicklung.

Neun Analysten empfehlen die Aktie mit „Kaufen“, das Kursziel liegt im Konsens bei 27,37 CAD. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 33,35 CAD fehlen noch gut 21 Prozent. Der RSI von knapp 52 zeigt neutrales Momentum — die jüngste Sieben-Tage-Rallye von fast 24 Prozent hat die Aktie also nicht überhitzt.