Almonty Industries steht vor einer entscheidenden Woche. Am 29. Juni rückt der Wolfram-Produzent in die US-Indizes Russell 1000 und 3000 auf. Parallel dazu liefert das Bohrprogramm in Südkorea erste handfeste Ergebnisse.

Produktion läuft an

Der Index-Aufstieg folgt auf einen operativen Wendepunkt. Im Frühjahr startete die kommerzielle Produktion auf der Sangdong-Mine in Südkorea. Das schlägt sich direkt in den Zahlen nieder. Der Umsatz im ersten Quartal sprang auf 25,4 Millionen Kanadische Dollar.

Das operative Geschäft liefert passend dazu einen positiven Cashflow von 9,7 Millionen Dollar. Phase eins der Anlage verarbeitet jährlich rund 640.000 Tonnen Erz. Daraus gewinnt Almonty etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Für das kommende Jahr plant das Management bereits den nächsten Schritt. Die Kapazität soll sich dann verdoppeln.

Molybdän als zweiter Treiber

Neben Wolfram rückt ein weiteres Metall in den Fokus. Almonty bohrt auf dem Sangdong-Projekt intensiv nach Molybdän. Bisher hat das Team gut ein Drittel der geplanten Bohrlöcher abgeschlossen. Die ersten Proben bestätigen die historischen Erzgehalte.

Südkorea leidet aktuell unter einem massiven Molybdän-Mangel. Die nationalen Reserven schrumpfen. Die Folge: Die Regierung fordert private Unternehmen auf, die Versorgung dringend zu sichern. Almonty will daher nach Abschluss der Bohrungen sofort mit dem Abbau beginnen.

Auf dem Weltmarkt spielen dem Unternehmen politische Spannungen in die Karten. China hat Anfang des Jahres die Exportkontrollen für kritische Mineralien verschärft. Indes verbieten die USA ihren Rüstungskonzernen ab 2027 den Kauf von chinesischem Wolfram. Almonty füllt diese entstehende Lücke.

Starker Lauf an der Börse

Die Börse honoriert diese Entwicklung. Die Aktie notiert aktuell bei 26,96 Kanadischen Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein massives Plus von rund 460 Prozent auf der Kurstafel. Damit handelt das Papier gut 52 Prozent über seiner 200-Tage-Linie.

Auch personell stellt sich der Konzern neu auf. Jorge Beristain übernimmt den Posten des Finanzchefs. Der ehemalige Bergbau-Analyst der Deutschen Bank soll das weitere Wachstum steuern.

Der 29. Juni markiert nun den nächsten Meilenstein. Mit der Aufnahme in die Russell-Indizes rückt Almonty in den Fokus großer institutioneller Investoren. Passive Fonds müssen die Aktie dann zwingend kaufen. Das dürfte das Handelsvolumen in den kommenden Tagen deutlich antreiben.