Nach drei Jahrzehnten Stillstand fördert die Sangdong-Mine in Südkorea wieder Wolfram. Für Almonty Industries markiert dieser Meilenstein den lang erwarteten Übergang vom reinen Projektentwickler zum globalen Produzenten. Während die jüngsten Jahreszahlen auf den ersten Blick durch einen massiven Verlust abschrecken, werten Analysten die operative Entwicklung als klaren Wendepunkt.
Operatives Wachstum trifft auf Buchverlust
Im Geschäftsjahr 2025 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 13 Prozent auf 32,5 Millionen US-Dollar. Besonders das vierte Quartal stach mit einem Plus von 39 Prozent auf 8,7 Millionen US-Dollar hervor. Angetrieben wurde diese Entwicklung durch rasant gestiegene Spotpreise für Ammoniumparawolframat (APT), deren Zwölfmonatsdurchschnitt um 534 Prozent zulegte.
Dennoch wies die Bilanz unter dem Strich einen Fehlbetrag von 161,9 Millionen US-Dollar aus. Verantwortlich für dieses Minus ist ein buchhalterischer Effekt. Das Management erklärte, dass 97,4 Millionen US-Dollar auf die Neubewertung eingebetteter Derivatverbindlichkeiten entfallen. Dieser nicht liquiditätswirksame Abschlag wurde paradoxerweise durch die starke Aufwertung der Unternehmensanteile ausgelöst. Die Aktie verzeichnete auf Sicht von zwölf Monaten einen Wertzuwachs von über 530 Prozent und notiert aktuell bei knapp 20,70 Kanadischen Dollar. Das operative Geschäft bleibt davon unberührt, die Barreserven belaufen sich auf komfortable 268,4 Millionen US-Dollar.
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Analysten passen Bewertungen an
Die erfolgreiche Inbetriebnahme der ersten Phase in Sangdong hat die Risikoeinschätzung am Markt spürbar verändert. Da das Projektrisiko sinkt und die Sichtbarkeit der künftigen Zahlungsströme zunimmt, haben mehrere Analysehäuser ihre Kursziele nach oben korrigiert. B. Riley Securities hob den Zielwert von 17,00 auf 23,00 US-Dollar an. Alliance Global Partners zog nach und erhöhte die Prognose von 14,00 auf 19,25 US-Dollar.
Rückenwind erhält das Unternehmen vom aktuellen Marktumfeld. Exportkontrollen in China und geopolitische Spannungen haben das globale Angebot verknappt und den APT-Preis Ende März 2026 auf rund 2.500 US-Dollar pro MTU getrieben.
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Die nächsten Expansionsschritte
Mit dem Produktionsstart in Südkorea treibt das Management die weitere Skalierung voran. Für die Jahre 2026 und 2027 stehen drei konkrete Erweiterungsprojekte im Fokus:
- Sangdong Phase II: Bis 2027 soll die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr steigen, um die Wolframproduktion auf über 460.000 MTUs zu verdoppeln.
- Montana-Projekt: Die Anlage am Gentung Browns Lake in den USA soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein.
- Molybdän-Diversifikation: Das Sangdong-Molybdän-Projekt nähert sich der finalen Reservendefinition.
Ein Teil der jüngsten operativen Fortschritte wird sich erst in der kommenden Quartalsbilanz niederschlagen. Etwa 3,1 Millionen US-Dollar an Einnahmen verschieben sich aufgrund des Zeitpunkts der Konzentratlieferungen vom vierten Quartal 2025 in das erste Quartal 2026. Mit der laufenden Förderung in Asien und dem anvisierten US-Projekt positioniert sich Almonty nun als zentraler Wolfram-Lieferant außerhalb des chinesischen Marktes.
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