Für Almonty Industries scheinen die fundamentalen Rahmenbedingungen aktuell ideal zu sein. Die wichtigste Mine des Unternehmens in Südkorea fördert nach über 30 Jahren wieder Wolfram, während die Weltmarktpreise für das kritische Metall durch geopolitische Spannungen rasant steigen. Mehrere Investmentbanken reagieren mit deutlichen Kurszielanhebungen, an der Börse quittieren Investoren den operativen Meilenstein ironischerweise mit plötzlichen Abverkäufen.
Rückkehr nach über 30 Jahren
Der Auslöser für den jüngsten Optimismus der Experten ist der formelle Abschluss der ersten Phase auf dem Sangdong-Projekt in Südkorea. Die Verarbeitungsanlage ist nun in Betrieb und soll jährlich rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat liefern. Dieser Produktionsstart fällt in eine Phase extremer Verknappung auf dem Weltmarkt. Da China als dominanter Produzent seine Exporte einschränkt und die USA ab 2027 den Import von chinesischem Wolfram für Rüstungsgüter verbieten, schoss der Durchschnittspreis für den Rohstoff im Vorjahresvergleich um über 500 Prozent nach oben.
Diese Kombination aus operativen Fortschritten und einem extrem starken Preisumfeld veranlasste in den vergangenen Tagen gleich mehrere Investmentbanken zu positiven Neubewertungen. Die Experten verweisen auf das deutlich gesunkene Projektrisiko und die nun besser planbaren Cashflows. Folgende Kursziele wurden in dieser Woche aktualisiert:
- B. Riley Financial: von 17,00 auf 23,00 USD (Kaufen)
- Alliance Global Partners: von 14,00 auf 19,25 USD (Kaufen)
- Oppenheimer: von 16,00 auf 19,00 USD
- Diamond Equity Research: auf 27,00 USD
Warum die Aktie trotzdem einbricht
Trotz dieses massiven Rückenwinds erlebte das Papier am Dienstag einen scharfen Rücksetzer von über 10 Prozent und radierte damit die jüngsten Gewinne wieder aus. Verantwortlich für die Nervosität sind Sorgen über mögliche Stolpersteine während der kritischen Hochlaufphase der Mine. Zwar verzeichnete Almonty im vierten Quartal 2025 einen Umsatzsprung von 39 Prozent, gleichzeitig stand jedoch ein Nettoverlust von 102,3 Millionen Kanadischen Dollar in den Büchern. Dieser resultierte primär aus nicht liquiditätswirksamen Derivaten, verdeutlichte Anlegern aber den noch immer fragilen Übergang vom reinen Entwickler zum produzierenden Bergbauunternehmen.
Um die ehrgeizigen Umsatzprognosen der Analysten zu erfüllen, muss das Management nun die reibungslose Skalierung der ersten Phase beweisen. Gelingt dies, steht bereits der nächste Ausbauschritt an: Für 2027 ist die zweite Phase in Sangdong geplant, die die Kapazität auf 4.600 Tonnen verdoppeln soll. Flankiert wird diese Strategie durch das Gentung Browns Lake Projekt im US-Bundesstaat Montana, das ab der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein und die amerikanische Rüstungsindustrie über einen 15-Jahres-Vertrag direkt beliefern soll.
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