Almonty Industries feiert die Wiedereröffnung der südkoreanischen Sangdong-Wolframmine nach über 30 Jahren Stillstand. Ein operativer Erfolg, der am Markt eigentlich für Kauflaune sorgen sollte. Stattdessen trennten sich Investoren in dieser Woche im großen Stil von ihren Anteilen. Der Blick in die jüngste Jahresbilanz offenbart den Grund für die schlechte Stimmung: Die Kosten wachsen dem Bergbauunternehmen aktuell über den Kopf.
Kostenwachstum belastet die Bilanz
Am Dienstag verlor der Titel rund elf Prozent an Wert und weitete damit die Verluste der vergangenen zehn Tage auf über 30 Prozent aus. Auslöser für den Verkaufsdruck waren die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Zwar kletterte der Umsatz dank deutlich gestiegener Wolframpreise um 13 Prozent auf 32,5 Millionen US-Dollar. Die Ausgaben stiegen jedoch wesentlich schneller.
Allein die Verwaltungs- und Gemeinkosten kletterten um 231 Prozent auf 20,5 Millionen Dollar. Das bereinigte EBITDA rutschte folglich auf einen Verlust von 17,1 Millionen Dollar ab, während die Bruttomarge mit 1,9 Prozent nur noch hauchdünn im positiven Bereich lag. Die Einnahmen aus dem laufenden Betrieb reichen momentan nicht aus, um den administrativen Überbau zu finanzieren.
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Das Management bemüht sich um Einordnung. Laut dem Finanzchef ist ein Großteil des Verlustes auf buchhalterische Effekte zurückzuführen. Durch den gestiegenen Aktienkurs im Jahr 2025 mussten bestimmte Finanzinstrumente neu bewertet werden, was zu nicht liquiditätswirksamen Belastungen führte. Zudem verschoben sich Umsätze in Höhe von 3,1 Millionen Dollar in das erste Quartal 2026, da sich Auslieferungen von Wolframkonzentrat verzögerten.
Analysten heben Ziele an
Die Wall Street lässt sich von der aktuellen Korrektur nicht beirren. Mehrere Analysten haben ihre Kursziele nach Vorlage der Quartalszahlen am 20. März sogar nach oben korrigiert:
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- B. Riley: Erhöhung von 17 auf 23 US-Dollar
- Alliance Global: Erhöhung von 14 auf 19,25 US-Dollar
- Oppenheimer: Erhöhung von 16 auf 19 US-Dollar
- D.A. Davidson: Bestätigung der Kaufempfehlung mit Ziel 25 US-Dollar
Die Zuversicht der Experten stützt sich auf die robuste Kapitalausstattung. Almonty verfügt nach jüngsten Kapitalerhöhungen über 268 Millionen Dollar an liquiden Mitteln. Damit ist die Finanzierung für den weiteren Hochlauf der Sangdong-Mine gesichert und kurzfristige Liquiditätsrisiken sind vom Tisch.
Geopolitik als strategischer Treiber
Ab 2027 soll die Phase 2 der Minen-Erweiterung greifen und die Produktionskapazität auf rund 4.600 Tonnen Wolframkonzentrat pro Jahr verdoppeln. Sangdong würde dann etwa 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas bedienen.
Das Timing für diese Expansion fällt mit massiven geopolitischen Verschiebungen zusammen. China, das bisher über 80 Prozent des weltweiten Wolframs produziert, hat seine Exporte für Dual-Use-Güter eingeschränkt. Gleichzeitig verbieten die USA ab 2027 den Import von chinesischem Wolfram für Rüstungsgüter. Almonty positioniert sich genau in dieser entstehenden Angebotslücke als westliche Alternative für die Verteidigungsindustrie.
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