Almonty Industries Aktie: Produktionsstart trifft Engpass

Almonty Industries startet die Wolframproduktion in Südkorea zu einem Zeitpunkt, an dem der globale Markt durch Exportbeschränkungen und Lieferengpässe geprägt ist. Analysten haben ihre Kursziele deutlich angehoben.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Wolframpreis durch Exportbeschränkungen massiv gestiegen
  • Sangdong-Mine soll Umsatz und Produktion vervielfachen
  • Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aus
  • Analysten korrigieren Kursziele deutlich nach oben

Der globale Wolframmarkt steht vor einer historischen Verknappung, während geopolitische Spannungen die Lieferketten abschnüren. Genau in dieser kritischen Phase vollzieht Almonty Industries den Wechsel vom reinen Entwickler zum aktiven Produzenten. Diese Kombination aus explodierenden Rohstoffpreisen und dem Produktionsstart in Südkorea ruft nun massiv institutionelle Investoren und Analysten auf den Plan.

Geopolitik treibt den Wolframpreis

China, Russland und Nordkorea kontrollieren rund 95 Prozent des weltweiten Wolframangebots. Nachdem die USA Zölle auf chinesische Wolframprodukte verhängt hatten, reagierte Peking Ende 2025 mit strikten Exportbeschränkungen. Die Folge ist ein massiver Angebotsdruck, der den Spotpreis für Wolfram-APT im Jahresdurchschnitt bis Mitte März 2026 um 534 Prozent auf 2.250 US-Dollar pro metrischer Tonneneinheit (MTU) nach oben katapultierte.

Japanische Zulieferer warnen bereits südkoreanische Chiphersteller wie Samsung vor Engpässen bei Wolframhexafluorid, einem unverzichtbaren Material für die Halbleiterfertigung. In dieser angespannten Marktlage kommt der Produktionsstart der Sangdong-Mine in Südkorea für Almonty zum idealen Zeitpunkt, zumal bisherige Branchenvorräte voraussichtlich nur noch bis Juni reichen.

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Sangdong-Mine verändert die Bilanz

Der Hochlauf der neuen Mine wandelt die finanziellen Perspektiven des Unternehmens grundlegend. Während die bestehende Panasqueira-Mine in Portugal im Jahr 2025 noch 32,5 Millionen Kanadische Dollar (CAD) umsetzte, kalkulieren Experten für 2026 mit einem Umsatzsprung auf 747,7 Millionen CAD. Die Wolframproduktion soll von 58.000 auf über 267.000 MTU steigen. Gleichzeitig erwarten Analysten, dass die Produktionskosten (AISC) von 345 auf 266 US-Dollar pro MTU sinken, was eine EBITDA-Marge von über 50 Prozent ermöglichen könnte.

Die Aussicht auf diese immensen Cashflows zieht das große Kapital an. Die Zahl der Fonds, die Almonty-Aktien halten, stieg im letzten Quartal um mehr als 55 Prozent auf 107. Große Adressen wie Van ECK Associates, die mittlerweile ein Paket im Wert von knapp 99 Millionen US-Dollar halten, oder Encompass Capital Advisors bauten signifikante Positionen auf.

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Analysten korrigieren Kursziele nach oben

Auch Analysten reagieren auf die veränderten Rahmenbedingungen und den strukturellen Engpass mit deutlichen Anpassungen ihrer Modelle:

  • GBC: Kursziel von 9 auf 28,60 CAD angehoben
  • B. Riley Financial: Kursziel von 17 auf 23 US-Dollar erhöht
  • Oppenheimer: Kursziel von 16 auf 19 US-Dollar angehoben
  • Diamond Equity Research: Gewinnschätzung (EPS) für 2026 von 0,23 auf 0,45 US-Dollar verdoppelt

Marktbeobachter werten die jüngste Kurskorrektur der Aktie von rund 35 Prozent daher eher als Konsolidierung nach einer monatelangen Rally. Zuvor hatte das Papier auf Zwölfmonatssicht zeitweise um fast 683 Prozent zugelegt.

Die Aufrechterhaltung der aktuellen Bewertung hängt nun direkt von der operativen Umsetzung ab. Im Zentrum steht die Fähigkeit der Sangdong-Mine, die anvisierten Produktionsvolumina in den kommenden Quartalen verlässlich zu erreichen. Parallel dazu treibt Almonty die Entwicklung seines ersten US-Standorts in Montana voran, der in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein soll. Die erfolgreiche Umwandlung der Analystenschätzungen in tatsächlichen Cashflow wird der entscheidende Gradmesser für die weitere Kursentwicklung sein.

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