Nach 30 Jahren Stillstand rollt in Südkorea wieder der Abbau von Wolfram an. Für Almonty Industries markiert die offizielle Inbetriebnahme der Sangdong-Mine nicht nur einen operativen Meilenstein, sondern auch einen strategischen Wendepunkt für westliche Industrienationen. Während sich der globale Markt für das kritische Metall rasant verknappt, positioniert sich das Unternehmen als zentrale Alternative zur chinesischen Dominanz.
Operativer Durchbruch in Südkorea
Mit der abgeschlossenen ersten Phase der Inbetriebnahme verarbeitet die Anlage nun jährlich rund 640.000 Tonnen Erz. Daraus sollen etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat gewonnen werden. Der Zeitpunkt der Eröffnung, an der auch Vertreter der US-Botschaft teilnahmen, unterstreicht die geopolitische Dimension: Westliche Regierungen drängen massiv darauf, ihre Lieferketten zu diversifizieren und die Abhängigkeit von China zu reduzieren, das aktuell rund 88 Prozent des weltweiten Wolframangebots kontrolliert.
Das Management blickt bereits auf die nächste Ausbaustufe im Jahr 2027. Dann soll die Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen Erz verdoppelt werden, was theoretisch ausreichen würde, um 40 Prozent der globalen Nachfrage außerhalb Chinas zu decken.
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Massive Papierverluste trotz Umsatzwachstum
Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2025 offenbart einen starken Kontrast zur operativen Entwicklung. Zwar kletterte der Umsatz von 28,8 auf 32,5 Millionen US-Dollar, gleichzeitig verbuchte Almonty jedoch einen Nettoverlust von 161,9 Millionen US-Dollar.
Verantwortlich für dieses Minus sind primär unbare buchhalterische Anpassungen in Höhe von 97,4 Millionen US-Dollar. Diese resultieren aus der Bewertung eingebetteter derivativer Verbindlichkeiten, die durch den starken Kursanstieg der eigenen Aktie ausgelöst wurden. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 17,1 Millionen US-Dollar und spiegelt die hohen Anlaufkosten der Projekte in Südkorea und Portugal wider.
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Preisexplosion und Analysten-Ziele
Die fundamentale Entwicklung wird durch einen extrem angespannten Rohstoffmarkt gestützt. Angebotsdefizite und geopolitische Exportbeschränkungen haben den Preis für Wolframkonzentrat in China seit Jahresbeginn um fast 124 Prozent in die Höhe getrieben. Auch in Europa verzeichnen die Notierungen für Ammoniumparatungstat (APT) in Rotterdam ein Vielfaches der Niveaus von Anfang 2024, angetrieben durch strategische Lagerkäufe und Rüstungsaufträge.
Diese Marktdynamik spiegelt sich in der Bewertung des Unternehmens wider. Die Aktie verzeichnete seit Jahresbeginn einen Zuwachs von über 87 Prozent und notierte zuletzt bei 22,51 Kanadischen Dollar. Mehrere Institutionen haben ihre Positionierungen entsprechend angepasst:
- Oppenheimer: Kurszielanhebung von 16,00 auf 19,00 US-Dollar („Outperform“)
- DA Davidson: Bestätigung der Kaufempfehlung mit Ziel 25,00 US-Dollar
- VanEck: Ausbau der Beteiligung im vierten Quartal auf über 11,2 Millionen Aktien
Mit dem Produktionsstart in Sangdong hat Almonty die Basis für zukünftige Cashflows gelegt. Die geplante Kapazitätsverdopplung bis 2027 bildet den nächsten konkreten Schritt, um die steigende Nachfrage aus dem Verteidigungs- und Hochtechnologiesektor westlicher Staaten strukturell zu bedienen.
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