Almonty Industries Aktie: Sangdong skaliert

Almonty Industries hat sein Flaggschiffprojekt Sangdong in Betrieb genommen und steigert den Umsatz. Der hohe Quartalsverlust ist größtenteils auf eine nicht zahlungswirksame Neubewertung zurückzuführen.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Formeller Start der Sangdong-Wolframmine in Südkorea
  • Umsatzwachstum von 39 Prozent im vierten Quartal
  • Phase-II-Erweiterung soll Kapazität deutlich erhöhen
  • Analysten sehen positives Potenzial bei Wolframpreisen

Das Flaggschiff-Projekt von Almonty Industries läuft — und der Markt schaut genau hin. Mit der formellen Inbetriebnahme der Sangdong-Wolframmine in Südkorea im März 2026 hat das Unternehmen einen jahrzehntelang verfolgten Meilenstein erreicht. Jetzt geht es um die nächste Stufe.

Umsatz wächst, Verlust trübt das Bild

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 steigerte Almonty den Umsatz um 39 Prozent auf 8,7 Millionen CAD gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr summierte sich der Erlös auf 32,5 Millionen CAD.

Gleichzeitig wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 102,3 Millionen CAD für das Quartal aus — eine Zahl, die auf den ersten Blick alarmierend wirkt. Der Großteil davon, rund 87,3 Millionen CAD, entfiel jedoch auf eine nicht zahlungswirksame Neubewertung eingebetteter Derivatverbindlichkeiten aus Wandelanleihen. Auslöser war der starke Kursanstieg der Aktie im vergangenen Jahr. Operativ sieht die Lage damit deutlich weniger dramatisch aus.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?

Sangdong und die Phase-II-Pläne

Die Sangdong-Mine war mehr als dreißig Jahre außer Betrieb. Ihre Wiederinbetriebnahme ist strategisch bedeutsam: Das Unternehmen erwartet, damit rund 40 Prozent des Wolframbedarfs westlicher Industrie- und Verteidigungslieferketten decken zu können.

Das Management plant bereits die Phase-II-Erweiterung, die die Durchsatzkapazität bis 2027 auf rund 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr steigern soll. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte der jährliche Output auf über 460.000 Metric Tonne Units steigen — ein erheblicher Sprung für Almontys globalen Marktanteil.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Almonty?

Wolfram-Preise und Analysteneinschätzungen

Der Wolframmarkt spielt dem Unternehmen derzeit in die Hände. Ammoniumparawolframat (APT) wird aktuell zwischen 2.250 und 2.500 US-Dollar je MTU gehandelt — Rekordniveau, getrieben von knappem chinesischen Angebot und steigender Nachfrage aus Halbleiterindustrie und Verteidigung.

Diamond Equity Research veröffentlichte am 25. März eine aktualisierte Einschätzung und prognostiziert für das Geschäftsjahr 2027 einen Gewinn je Aktie von 1,03 CAD, sobald Sangdong die volle Produktionskapazität erreicht. B. Riley hob das Kursziel zuletzt auf 23,00 CAD an und verwies dabei explizit auf das verbesserte APT-Preisumfeld und den erfolgreichen Produktionsstart in Südkorea. Gemessen am aktuellen Kurs von rund 20,91 CAD liegt das Kursziel damit in greifbarer Nähe — der Abstand zum Jahreshoch von 30,32 CAD zeigt aber auch, wie volatil der Titel zuletzt war.

Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Almonty

Über Felix Baarz 2640 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.