Japanische Lieferanten warnen Samsung und SK Hynix: Bis zum Sommer könnten die Bestände an Wolframhexafluorid — einem unverzichtbaren Gas für die 3D-NAND-Chipproduktion — aufgebraucht sein. Für Almonty Industries ist das kein schlechtes Timing. Die Sangdong-Mine in Südkorea soll genau in diesem Umfeld ihren kommerziellen Betrieb aufnehmen.
Die Aktie spiegelt die wachsende Aufmerksamkeit wider: Seit Jahresbeginn hat sie knapp 145 Prozent zugelegt, auf Zwölfmonatssicht sogar fast 700 Prozent. Mit 29,46 CAD notiert sie nur rund drei Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Sangdong läuft — und die Uhr tickt
Phase 1 der Sangdong-Mine ist in Betrieb. Die Anlage verarbeitet rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und produziert dabei etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Der Erzgehalt von 0,51 Prozent Wolframtrioxid liegt dreimal über dem globalen Durchschnitt — bei einer erwarteten Minenlebensdauer von mehr als 45 Jahren. Der kommerzielle Start ist für das zweite Quartal 2026 geplant.
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Der Zeitdruck ist real. Industrieschätzungen zufolge reichen die aktuellen Lagerbestände an Wolframhexafluorid nur bis Juni. Sangdong gilt derzeit als einzige verlässliche Quelle außerhalb Chinas.
Tarife, Verträge, Verteidigung
Almontys Produkte sind von den US-Gegenzöllen ausgenommen — Wolframerz, Konzentrate und Oxide wurden explizit aus den neuen Tarifen herausgehalten. Das ist kein Zufall: Ein langfristiger Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders in Pennsylvania, einem Zulieferer für Verteidigungssysteme und Halbleiteranwendungen, bildet das Fundament dieser Ausnahme.
Ab dem 1. Januar 2027 müssen US-Verteidigungsauftragnehmer Wolfram ausschließlich aus nicht-chinesischen Quellen beziehen. Almonty positioniert sich gezielt für dieses Mandat — auch durch die Verlegung des Firmensitzes von Toronto nach Dillon, Montana, wo das Gentung-Wolframprojekt in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Produktion aufnehmen soll.
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Zahlen mit Fragezeichen
Für das Geschäftsjahr 2025 weist Almonty einen Nettoverlust von 161,9 Millionen CAD aus — bei einem Umsatz von 32,5 Millionen CAD, der immerhin 13 Prozent über dem Vorjahr lag. Das Management führt den Verlust überwiegend auf nicht-zahlungswirksame Bilanzanpassungen zurück, ausgelöst durch den starken Kursanstieg der eigenen Aktie. Die Kasse ist mit 268,4 Millionen CAD gut gefüllt.
Analysten erwarten für 2026 einen Umsatzsprung auf 747,7 Millionen CAD — getrieben durch die Hochlaufphase in Sangdong. Das implizierte EBITDA von 488,1 Millionen CAD würde einer Marge von über 50 Prozent entsprechen. Diese Prognosen setzen allerdings voraus, dass der Hochlauf reibungslos verläuft.
Ein genehmigter Aktienzusammenlegung im Verhältnis von bis zu fünf zu eins muss bis zum 30. April 2026 umgesetzt werden — Zeitpunkt und genaues Verhältnis stehen noch aus. Am 8. Juni folgt die Hauptversammlung, auf der Almonty voraussichtlich Einzelheiten zur geplanten Phase-2-Erweiterung vorstellen wird, die ab 2027 die Verarbeitungskapazität auf 1,2 Millionen Tonnen Erz jährlich verdoppeln soll.
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