Almonty Industries Aktie: Wolfram-Boom

Almonty Industries profitiert von historisch hohen Wolframpreisen und dem Produktionsbeginn in Sangdong. Analysten haben ihre Kursziele drastisch angehoben.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Produktionsstart in der Sangdong-Mine im Dezember 2025
  • Wolframpreise stiegen 2025 um über 160 Prozent
  • Analysten erhöhen Kursziele um bis zu 150 Prozent
  • Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen massiv aus

Die Almonty Industries Aktie erlebt eine historische Neubewertung. Der Grund: Die Sangdong-Mine in Südkorea ist seit Dezember 2025 in Produktion – genau dann, als eine globale Wolfram-Krise die Preise explodieren ließ. Der Kurs hat sich binnen Wochen mehr als verdoppelt.

China dreht den Hahn zu

Die strukturelle Ausgangslage für Almonty hat sich fundamental verändert. China kontrolliert schätzungsweise 75 bis 80 Prozent der weltweiten Wolfram-Versorgung und verschärfte Ende 2025 die Exportbeschränkungen massiv. Die Folge: Laut BMO Capital Markets kam der Export zeitweise komplett zum Erliegen.

Der Wolfram-Preis schoss 2025 um über 160 Prozent nach oben. Der Trend setzte sich Anfang 2026 fort. Verschärft wird die Lage durch ein US-Importverbot für chinesisches Wolfram im Verteidigungsbereich ab 2027. Das strategische Metall, lange unterschätzt, steht plötzlich im Zentrum geopolitischer Versorgungssicherheit.

Almonty positioniert sich als größter westlich ausgerichteter Wolfram-Produzent und einziges US-basiertes Unternehmen mit laufender Produktion.

Sangdong liefert – Phase II folgt

Der Produktionsstart in Sangdong im Dezember 2025 markierte den Wendepunkt. Die Mine bildet das Herzstück der Strategie, eine sichere Wolfram-Versorgung für die USA und ihre Verbündeten aufzubauen.

Analysten bewerten den Übergang vom Projektentwickler zum aktiven Produzenten als Katalysator für eine langfristige Neubewertung. Institutionelle Investoren stockten ihre Positionen deutlich auf.

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Für 2026 konzentriert sich Almonty darauf, Phase I in den vollen kommerziellen Betrieb zu überführen. Danach folgt Phase II, geplant für 2027. Die Kapazität soll dann auf 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr steigen – Sangdong könnte über 460.000 MTUs jährlich produzieren.

Analysten heben Kursziele drastisch an

Die operative Transformation löste eine Welle von Hochstufungen aus. Couloir Capital erhöhte sein Kursziel um über 150 Prozent von 7,69 auf 19,30 kanadische Dollar. Als Begründung nannte die Firma Wolfram-Preise über 1.000 Dollar pro MTU und die Hochfahrphase in Sangdong.

DA Davidson hob das Kursziel von 12 auf 18 US-Dollar an (Buy), B. Riley Financial von 10 auf 17 Dollar (Buy).

Institutionelle Investoren folgten: Die Zahl der Fonds mit Almonty-Positionen stieg im letzten Quartal um über 55 Prozent auf 107. Van ECK Associates baute seine Position um 13.294,7 Prozent aus und hält nun 11,24 Millionen Aktien im Wert von rund 99 Millionen Dollar. Encompass Capital Advisors investierte etwa 25,6 Millionen, Next Century Growth Investors rund 16,3 Millionen Dollar.

Zur Finanzierung der Expansionspläne führte Almonty 2025 zwei US-Kapitalerhöhungen durch und nahm über 219 Millionen Dollar brutto ein.

Bewertung auf Rekordniveau

Am 6. März 2026 notierte die Almonty-Aktie bei 18,72 Dollar, ein Wochenplus von 1,79 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 4,21 Milliarden Dollar.

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Die 30-Tages-Rendite beträgt 70,86 Prozent, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 121,28 Prozent. Die 52-Wochen-Spanne an der Börse Toronto reicht von 2,19 bis 28,57 kanadische Dollar.

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 43,3 liegt deutlich über dem kanadischen Metall- und Bergbau-Durchschnitt von 3,6 und auch über dem Peer-Durchschnitt von 28,9.

Pipeline jenseits von Sangdong

Die Strategie geht über Südkorea hinaus. Couloir Capital verwies auf eine geplante Kapazitätserweiterung der Panasqueira-Mine in Portugal, Ressourcendefinition beim Sangdong-Molybdän-Projekt und Fortschritte bei Gentung Browns Lake in den USA, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 bereit sein könnte.

Das Gentung Browns Lake Projekt weist NI 43-101-Mineralressourcen von 7,53 Millionen Tonnen bei 0,315 Prozent WO₃ auf. Die geplante Entwicklung basiert auf Kammer-Pfeiler-Untertagebergbau mit metallurgischen Rückgewinnungsraten über 90 Prozent. Almonty peilt eine Produktionsbereitschaft in der zweiten Jahreshälfte 2026 an, mit erwarteten etwa 140.000 MTUs pro Jahr.

Beim Molybdän treibt Almonty das Sangdong Molybdenum Project voran, beschrieben als eine der höchstgradigsten Molybdän-Lagerstätten weltweit mit 0,26 Prozent MoS₂.

Quartalszahlen am 19. März

Der nächste wichtige Meilenstein ist die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am 19. März 2026. Der Bericht wird zeigen, wie sich gestiegene Wolfram-Preise und der Produktionshochlauf in Sangdong finanziell niederschlagen. Der Markt wird genau prüfen, ob Almonty auf Kurs ist, seine ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen.

Die erklärte Vision: eine vollständig integrierte westliche Wolfram-Plattform über Nordamerika, Europa und Asien aufzubauen, die mindestens 40 Prozent des Nicht-China-Wolframs liefert. Die operative Umsetzung 2026 wird entscheiden, ob die historische Neubewertung durch ebenso historische Finanzergebnisse gestützt wird.

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Über Felix Baarz 2049 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.