Almonty Industries Aktie: Wolfram wird systemkritisch

Die Inbetriebnahme der Sangdong-Mine in Südkorea kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da japanische Lieferanten von Wolframhexafluorid vor Engpässen warnen und die Preise explodieren.

Almonty Aktie
Kurz & knapp:
  • Wolfram-Versorgungskrise bedroht globale Chipproduktion
  • Sangdong-Mine deckt 40% der Nachfrage außerhalb Chinas
  • Wolframpreis binnen zwölf Monaten um 534% gestiegen
  • Analysten heben Kursziele für Almonty deutlich an

Japanische WF6-Lieferanten warnen Samsung und andere koreanische Chiphersteller vor drohenden Lieferausfällen — und der Grund ist Wolfram. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt hat Almonty Industries seinen Sangdong-Bergbau in Südkorea offiziell in Betrieb genommen.

WF6-Krise trifft das Herz der Chipproduktion

Wolframhexafluorid (WF6) ist ein unverzichtbares Prozessgas bei der Herstellung von Halbleitern. Es wird genutzt, um leitfähige Wolframschichten auf Wafer aufzutragen — besonders intensiv bei 3D-NAND-Chips, deren vertikale Strukturen mehrfache Wolframabscheidungen erfordern. Ohne ausreichende WF6-Versorgung stockt die Chipproduktion.

Rund 80 Prozent des globalen Wolframpulvers stammt aus China. Seit China Anfang 2025 ein Exportlizenzsystem für strategische Mineralien eingeführt und die Kontrollen gegenüber Japan zuletzt weiter verschärft hat, geraten japanische WF6-Hersteller wie Kanto Denka Kogyo und Central Glass unter Druck. Sie decken etwa 25 Prozent des weltweiten WF6-Angebots — und haben ihre Kunden bereits über mögliche Produktionskürzungen ab dem zweiten Halbjahr informiert. Bestehende Lagerbestände reichen laut Branchenquellen noch bis Mai und Juni.

Südkoreanische Anbieter wie SK Specialty und Foosung sind bislang weniger betroffen, haben Kunden aber bereits angekündigt, ihre WF6-Preise mehr als zu verdoppeln. Die steigenden Rohstoffkosten schlagen direkt auf die Chipindustrie durch.

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Sangdong läuft — und liegt genau richtig

Am 1. April 2026 wurde die Sangdong-Wolframmine im südkoreanischen Yeongwol offiziell eröffnet. Phase 1 ist in Betrieb: Die Aufbereitungsanlage verarbeitet rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und produziert etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Eine für 2027 geplante Phase 2 soll die Kapazität verdoppeln — auf rund 4.600 Tonnen jährlich. Bei voller Auslastung könnte Sangdong etwa 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.

Die geografische Lage ist dabei kein Zufall: Sangdong liegt inmitten des südkoreanischen Halbleiter-Ökosystems, direkt dort, wo die Versorgungslücke am drückendsten ist.

Zahlen und Analystenstimmen

Die Finanzkennzahlen spiegeln den Rückenwind wider. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 39 Prozent auf 8,7 Millionen CAD. Treiber war vor allem der Wolframpreis: Der durchschnittliche APT-Preis der vergangenen zwölf Monate lag per 13. März 2026 bei 2.250 US-Dollar pro MTU — ein Anstieg von 534 Prozent.

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Analysten haben ihre Schätzungen entsprechend angepasst:

  • Diamond Equity Research verdoppelte die EPS-Schätzung für 2026 nahezu: von 0,23 auf 0,45 USD
  • B. Riley Financial erhöhte das Kursziel von 17,00 auf 23,00 USD, Empfehlung „Buy“
  • Oppenheimer hob das Ziel von 16,00 auf 19,00 USD an
  • DA Davidson hält an einem Kursziel von 25,00 USD fest

Montana als nächster Schritt

Parallel zu Sangdong treibt Almonty das Gentung Browns Lake-Projekt im US-Bundesstaat Montana voran. Produktionsbereitschaft wird für die zweite Jahreshälfte 2026 angestrebt — mit einem Potenzial von 140.000 MTU. Es wäre Almontys erste Produktion auf nordamerikanischem Boden und würde die Abhängigkeit der westlichen Halbleiterindustrie von asiatischen Lieferketten weiter verringern.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits rund 92 Prozent zugelegt — getragen von einer Kombination aus steigenden Wolframpreisen, dem Sangdong-Hochlauf und wachsender Aufmerksamkeit für kritische Rohstoffe entlang der Halbleiterkette.

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