Im März hat die Sangdong-Wolframmine in Südkorea den Betrieb aufgenommen. Jetzt kommt der eigentliche Test: Der Mai-Quartalsbericht wird die ersten konkreten Produktionszahlen liefern — und zeigen, ob die operative Realität mit den Erwartungen des Marktes mithalten kann.
Von der Entwicklung zur Produktion
Sangdong verarbeitet in Phase 1 rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr. Das ergibt etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Was die Mine von globalen Wettbewerbern abhebt: Der durchschnittliche Erzgehalt liegt bei rund 0,51 % Wolframtrioxid — ungefähr dreimal so hoch wie der globale Durchschnitt. Die Analysten von DA Davidson rechnen damit, dass Sangdong im zweiten Quartal 2026 die volle kommerzielle Kapazität erreicht.
Eine geplante Phase-2-Erweiterung soll 2027 die Verarbeitungskapazität auf rund 1,2 Millionen Tonnen Erz jährlich verdoppeln. Bei voller Auslastung würde Sangdong etwa 40 % der globalen Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.
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Wolframmarkt unter Druck
Das Marktumfeld könnte für Almonty kaum günstiger sein. Der Preis für Ammoniumparawolframat kletterte von rund 1.944 US-Dollar je Tonne im Februar auf etwa 2.526 US-Dollar im April 2026. Auslöser ist Peking: China ersetzte sein Quotensystem durch ein staatlich kontrolliertes Exportgenehmigungsverfahren mit nur 15 zugelassenen Unternehmen. Die Folge: APT-Exporte brachen von 782 Tonnen im Jahr 2024 auf 243 Tonnen in den ersten elf Monaten 2025 ein — und nähern sich Anfang 2026 der Nulllinie.
Der Engpass trifft bereits die Halbleiterindustrie. Japanische Lieferanten haben Samsung und SK Hynix gewarnt, dass ihre Bestände an Wolframhexafluorid — unverzichtbar für die 3D-NAND-Chipproduktion — noch in diesem Sommer erschöpft sein könnten.
Almonty profitiert strukturell von dieser Lage. Washington hat Wolframerze, -konzentrate und -oxide des Unternehmens ausdrücklich von US-Gegenzöllen ausgenommen. Grundlage ist ein langfristiger Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders in Pennsylvania.
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Kapitalstruktur und Analystenstimmen
Heute, am 30. April, läuft eine interne Frist ab: Der Vorstand muss entscheiden, ob er einen Aktienzusammenlegung durchführt. Aktionäre haben das bereits genehmigt — das Verhältnis könnte bis zu fünf alte Aktien gegen eine neue betragen. Der Vorstand kann die Maßnahme aber auch ganz verwerfen. Weitere Details zur künftigen Kapitalstruktur erwartet der Markt auf der Hauptversammlung am 8. Juni.
Drei Analysehäuser bewerten die Aktie mit „Strong Buy“. Texas Capital initiierte die Coverage am 17. April mit einem Kursziel von 25 US-Dollar. B. Riley Financial und DA Davidson hatten bereits im März Ziele von 23 bzw. 25 US-Dollar gesetzt.
Die Aktie notiert aktuell bei 27,71 CAD — rund 130 % über dem Jahresanfangsniveau, aber bereits 13,6 % unter dem 52-Wochen-Hoch vom 17. April. Die annualisierte Volatilität liegt bei über 100 %. Der Mai-Quartalsbericht wird zeigen, ob Sangdong die erste echte Bewährungsprobe besteht — mehr als drei Jahrzehnte nach der ursprünglichen Stilllegung der Mine.
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