Die Alphabet-Tochter Google hat am Mittwoch eine Investition von US$15 Milliarden in Malaysia für 2027–2028 angekündigt. Das Vorhaben umfasst digitale Infrastruktur einschließlich neuer Rechenzentrumskomplexe sowie Initiativen für saubere Energie und berufliche Weiterbildung.
Ausbau mit Energie- und Bildungsprogrammen
Nach Unternehmensangaben gehört mehr als 1 GW geplanter Kapazität für saubere Energie zum Vorhaben. Zudem sollen bis 2031 rund 800.000 Menschen in Malaysia durch Weiterbildungsprogramme qualifiziert werden. Google verbindet die Infrastrukturpläne außerdem mit Initiativen für lokale Arbeitsplätze und zur Wiederauffüllung von Wasserressourcen.
Der Ausbau steht neben weiteren angekündigten Ausgabensteigerungen des Konzerns. Finanzchefin Anat Ashkenazi erklärte bei der Ergebnisvorlage am 28. Oktober, die Investitionsausgaben würden 2027 voraussichtlich deutlich steigen. Laut AP trugen dieser Ausblick und die verfehlten Erwartungen zum nachbörslichen Kursrückgang nach den Zahlen bei.
Für das dritte Quartal 2026 meldete Alphabet einen Umsatz von $127,6 Milliarden. Das entsprach einem Wachstum von 25 Prozent. Google Cloud erzielte $30,7 Milliarden Umsatz und wuchs damit um 103 Prozent.
Anleger setzen auf Ausgabendisziplin
An der Börse fand allerdings auch die Aussicht auf einen langsameren Infrastrukturausbau Zuspruch. Medienberichten zufolge verbanden Anleger die Kursgewinne vom Mittwoch mit der Hoffnung, gedrosselte KI-Investitionen könnten den Mittelzufluss verbessern und riskante Investitionen verringern. Anlass waren Wahlergebnisse und lokale Maßnahmen, von denen Einschränkungen beim Rechenzentrumsbau erwartet wurden.
Beim Suchgeschäft setzte Wells Fargo am Montag einen anderen Akzent: Analyst Ken Gawrelski senkte das Alphabet-Kursziel von $371 auf $365. Die Einstufung beließ er auf Overweight. Als wichtigsten Grund für das langsamere Wachstum der Sucherlöse nannte das Haus die zunehmende Verbreitung von AI Overviews.
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